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HS 2010 Biodiversität - biologische Vielfalt durch Recht?


Dozent/in Prof. Dr. iur. Roland Norer;
Veranstaltungsart Seminar
Code FS101443
Semester Frühjahrssemester 2010
Durchführender Fachbereich Überblick Recht bis HS 2013
Studienstufe Bachelor
Weitere Daten Inputveranstaltung (obligatorisch): Do, 20.05.2010 von 12.15 - 13.00 im R 0.01, Eingang Union
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Inhalt In von der UNO zum Internationalen Jahr der Biodiversität ausgerufenen 2010 ist die biologische Vielfalt in aller Munde. Dabei ist auch das Recht aufgerufen, einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und der Vielfalt von Ökosystemen zu leisten. Mit dem internationalen Recht verbindet man hier in erster Linie das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) sowie das Cartagena-Protokoll über die biologische Sicherheit. Im europäischen und schweizerischen Recht gibt es eine Vielzahl verwaltungsrechtlicher Regelwerke, die unmittelbaren oder mittelbaren Einfluss auf die Biodiversität nehmen können. In erster Linie sind naturschutzrechtliche Vorschriften zu nennen, aber auch weitere Regelungsbereiche wie Wald-, Gewässerschutz- oder Bodenschutzrecht. Auch insbesondere Raumplanungs- und Agrarrecht können von grosser Bedeutung sein. Nicht zuletzt interessiert das im Auftrag des Bundesrates vom Bundesamt für Umwelt gerade zu erarbeitende Projekt einer nationalen Biodiversitätsstrategie. Welchen Beitrag kann also das Recht zur Erhaltung unserer Biodiversität leisten? Welche Instrumente kommen dabei von Schutzverordnungen bis Vertragsnaturschutz zum Einsatz? Inwiefern ist die in einem stetigen Wandel begriffene Natur überhaupt in ein rechtliches Schutzkorsett einbeziehbar?
Diesen und vielen anderen Fragestellungen will das Seminar in diversen Rechtsbereichen quer durch internationale, europäische und vor allem schweizerische Regelungssysteme nachgehen und fragen, ob sich die verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Rahmenbedingungen zu einem kohärenten Ganzen fügen lassen, das sowohl Natur- als auch Nutzeransprüchen gerecht wird.
Lernziele Die Teilnehmenden sollen aktuelle Fragen aus unterschiedlichen öffentlich-rechtlichen Regelungsbereichen (Völkerrecht, Europarecht, Staatsrecht, Besonderes Verwaltungsrecht) aufbereiten und Systeme und Zusammenhänge diskutieren. Lernziele sind also die Auseinandersetzung mit einer bestimmten Rechtsmaterie und darauf aufbauend Erkenntnis, Vergleich und Bewertung unterschiedlicher Regelungssystematiken.
Voraussetzungen Staatsrecht I und II; Allgemeines Verwaltungsrecht
Sprache Deutsch
Begrenzung Ja
Anmeldung Ja, via Uniportal
Hinweise 26.-28. Januar 2011: Blockveranstaltung in Engelberg (St. Josefshaus), Kosten zwischen ca. CHF 200 (je nach Standard).
Hörer-/innen Nein
Kontakt Allgemeine Informationen: seminar-rf@unilu.ch
Seminarleitung: roland.norer@unilu.ch
christian.wulz@unilu.ch

Material Bei der Inputveranstaltung werden Materialien sowie eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
Anzahl Anmeldungen 12 von maximal 18