Sie sind nicht angemeldet

Wie können Menschenrechte begründet werden? Anschlussfähige Ansätze für religiös neutrale Staaten und für religiöse Staaten (islamische Staaten)


Dozent/in Prof. Dr. Adrian Loretan
Veranstaltungsart Hauptseminar
Code FS141266
Semester Frühjahrssemester 2014
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e wöchentlich (Fr), ab 21.02.2014, 08:00 - 10:00 Uhr, 3.B55
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Hauptseminare im Bereich Religionsverfassungsrecht bzw. Rechtsphilosophie werden in unregelmässigen Abständen angeboten.
Inhalt Wie können Menschenrechte so begründet werden, dass sie sowohl in religiös neutralen Staaten (der Westen) als auch in religiösen Staaten (islamische Länder, Israel) anerkannt werden können.

Aber auch in religiös neutralen Staaten wird der Umgang mit moralischer und religiöser Vielfalt als „eine der grössten Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaften gegenwärtig konfrontiert sind“ (Charles Taylor) verstanden.

Wie religiös neutral werden in verschiedenen Ländern und im internationalen Vergleich Religionskonflikte entschieden? Welche Argumentationsmuster werden dabei von Gerichten verwendet? Wie wird begründet, wenn Konflikte zwischen säkularen und religiösen Menschen den Gerichten vorgelegt werden?
Voraussetzungen Für Bachelorstudierende Theologie nach SPO 2002: Einleitungsvorlesung Kirchenrecht/Staatskirchenrecht
Für Bachelorstudierende Theologie nach SPO 2013: „Einführung in das Kirchenrecht und Staatskirchenrecht“ oder Besuch einer Vorlesung des Fachbereichs Kirchenrecht/Staatskirchenrecht
Begrenzung Maximal 15 Teilnehmende.
Prüfung Studienleistungen für Studierende nach SPO 2002:
Benotetes Referat (4 CP)
Benotete schriftliche Arbeit (7 CP)

Studienleistungen für Studierende nach SPO 2013:
Benotete schriftliche Arbeit (4 Cr)
mögliche Zusatzleistungen:
- Referat (+1 Cr), als verpflichtende Zusatzleistung zur Teilnahme (2 Cr)
- Essay (+1 Cr), als verpflichtende Zusatzleistung zur Teilnahme (2 Cr)
- zwei Forschungsfragen in der Thematik der Veranstaltung kreieren und Problematik dazu ausführen (+1 Cr), als verpflichtende Zusatzleistung zur Teilnahme (2 Cr)
- Protokoll zu einer Veranstaltungssitzung (+1 Cr), als verpflichtende Zusatzleistung zur Teilnahme (2 Cr)
- zusätzliche Anforderungen (für schriftliche Arbeiten) (+1 Cr)
Abschlussform / Credits Benotete schriftliche Arbeit / 7 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Benotetes Referat / 4 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Benotete schriftliche Arbeit mit Zusatzleistung / 5 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Bestätigte Teilnahme mit Zusatzleistung / 3 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Bestätigte Teilnahme ohne Evaluation / 3 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Bestätigte Teilnahme + Zusatzleistung / 3 Credits (für Modul Profilierungsbereich)
Benotete schriftliche Arbeit / 4 Credits (für Modul Profilierungsbereich)
Benotete schriftliche Arbeit + Zusatzleistung / 5 Credits (für Modul Profilierungsbereich)
Hinweise Pflichtinhalt gem. SPO 2013:
Theologie und Philosophie des Kirchenrechts und Strafrecht
Hörer-/innen Ja
Literatur Tine Stein, Himmliche Quellen und irdisches Recht. Religiöse Voraussetzungen des freiheitlichen Verfassungsstaates, Frankfurt a.M. 2007. Tine Stein, ‚Complexio oppositorum‘, Die Verfassungsstruktur der römisch-katholischen Kirche aus politikwissenschaftlicher Perspektive, in: Zeitschrift für Politik. Organ der Hochschule für Politik München, ZfP 60. Jg. 3/2013, 263-293. Peter G Kirchschläger, Wie können Menschenrechte begründet werden? Ein für religiöse und säkulare Menschenrechtskonzeptionen anschlussfähiger Ansatz, (ReligionsRecht im Dialog Bd. 15) Münster 2013. Daniel Bogner, u.a. (Hg.) Freiheit – Gleichheit – Religion. Orientierungen moderner Religionspolitik, (Religion und Politik Bd. 4) Würzburg 2012. Marianne Heimbach-Steins, Religionsfreiheit. Ein Menschenrecht unter Druck, Paderborn 2012. Anne Kühler, Das Grundrecht auf Gewissensfreiheit. Ein Beitrag zum Verständnis von Art. 15 der Bundesverfassung unter Berüchsichtigung der Praxis des Schweizer Bundesgerichts, der EMRK-Organe, des UNO-Menschenrechts-ausschusses und im Rechtsvergleich, Bern 2012. Jocelyn Maclure, Charles Taylor, Laizität und Gewissensfreiheit, Berlin 2011 Barbara Gartner, Der religionsrechtliche Status islamischer und islamistischer Gemeinschaften, in: Wien New York 2011.