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Kulturgeschichte des Kreuzes als Bild und Symbol – ein kirchenhistorischer Querschnitt durch die Jahrhunderte, mit einem zeitgeschichtlichem Schwerpunkt


Durchführungsmodus bis auf Weiteres hybrid
Dozent/in PD Dr. Mag. theol. David Neuhold
Veranstaltungsart Spezialvorlesung
Code FS221044
Semester Frühjahrssemester 2022
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Mo, 21.02.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 07.03.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 21.03.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 04.04.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 02.05.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 16.05.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 30.05.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Umfang 1 Semesterwochenstunde
Turnus Kein Turnus
Inhalt Für viele Christinnen und Christen in Geschichte und Gegenwart war und ist das Kreuz ein zentraler, wenngleich sperriger «Erinnerungsort». Im Ersten Korintherbrief, Kapitel 1, Vers 23, heisst es lapidar: «Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit.» Kreuz und Kruzifix als Symbole wurden zweifellos tief in unsere Kultur- und Religionsgeschichte eingeschrieben, sind aber als traditionelle Zeichen im öffentlichen Raum zunehmend in Frage gestellt – und bleiben «unverstanden». Die Lehrveranstaltung versucht in einem kirchenhistorischen Durchgang der Verwendung und beigemessenen Bedeutung dieses Symbols in verschiedenen Epochen und an unterschiedlichen Orten transversal sowie exemplarisch nachzugehen. Dabei werden in besonderer Weise juristische und politische Debatten – in der Schweiz wie auch auf europäischer Ebene – im 19. und im 20. Jahrhundert in den Blick kommen. Virulente und schleichende Kulturkämpfe werden so im Rahmen einer «Kulturgeschichte des Kreuzes» ebenso betrachtet und kritisch analysiert wie theologiegeschichtliche Nuancierungen.
Lernziele Es gilt, nach dem Kurs exemplarisch in einer ausgewählten historischen Epoche die Bedeutung des Kreuzes-Symboles herausstellen zu können sowie mit den Argumenten des Pro-und-Contra der jüngeren Debatte um das Kreuz im öffentlichen Raum vertraut zu sein. Weil darin auch ikonografische Zugänge zentral sind, stehen dazu bildanalytische Fähigkeiten der Zu- und Einordnung im Blickfeld. Studierende sollten nach dem Kurs idealerweise beim «Anblick eines Kreuzes» differenzierte Wissensbestände und komplexe historische Verknüpfungen abrufen können.
Voraussetzungen Keine
Sprache Deutsch
Leistungsnachweis Unbenoteter Leistungsnachweis: Kurzreferat/Essay (1 Cr)
Schriftliche Zusatzleistung möglich (+1 Cr)
Abschlussform / Credits siehe "Prüfung" / 0 Credits
Unbenoteter Leistungsnachweis: Kurzreferat/Essay / 1 Credits
Schriftliche Zusatzleistung möglich / 2 Credits
Hörer-/innen Ja
Kontakt david.neuhold@doz.unilu.ch
Literatur Christoph Markschies, Kreuz, in: ders./Hubert Wolf, Erinnerungsorte des Christentums, München 2010, 574-591. Walter Gut, Kreuz und Kruzifix in öffentlichen Räumen, Zürich 1997. Wilhelm Ziehr, Das Kreuz. Symbol. Gestalt. Bedeutung, Zürich 1997.