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Kirchengeschichtliche Streiflichter zur Schlachtjahrzeit Sempach 1386 – Erinnerungsräume und Predigtkultur


Dozent/in PD Dr. Mag. theol. David Neuhold
Veranstaltungsart Spezialvorlesung
Code FS221046
Semester Frühjahrssemester 2022
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Mo, 14.03.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 28.03.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 11.04.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 25.04.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 09.05.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Mo, 23.05.2022, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B57
Umfang 1 Semesterwochenstunde
Turnus Kein Turnus
Inhalt Von der Schlacht bei Sempach 1386 weiss man historisch zwar wenig, aber das Ereignis wurde von den «Nachgeborenen» als hochbedeutsam wahrgenommen. Diesem Vorfall, der freiheitsbewusst und in Kategorien der Erwählung vielfältige Deutung erfuhr, wurde in einem jährlichen Duktus, jeweils Anfang Juli, in beeindruckend beständiger Weise gedacht. Wir gehen in unserem Kurs der geschichtlichen Rezeption jenes mittelalterlichen, kriegerischen Aktes nach und befassen uns mit der sich stetig ändernden Ausgestaltung des erst in jüngerer Geschichte prinzipiell angefragten offiziellen Gedenkanlasses. Dabei beziehen wir die kirchen-, religionsgeschichtliche und frömmigkeitsgeschichtliche Dimension in verdichteter Weise ein, die sich im liturgischen Rahmen bzw. an spezifischen Orten wie der Schlachtkapelle St. Jakob besonders zeigt. Der Kurs beinhaltet eine Exkursion nach Sempach sowie, nach Möglichkeit, einen Besuch des Stadtarchivs in Sempach oder des Staatsarchivs in Luzern.
Lernziele Es geht allgemein darum, den Gang der Schlachtjahrzeit im Laufe ihrer schon langen Geschichte besser einordnen zu können und zu verstehen, zu welchen Zeitpunkten Wandlungen und Transformationen sowie spezifische Akzentuierungen nachweisbar sind. Dazu steht die Einordnung sowohl in den Luzerner als auch in den gesamtschweizerischen Kontext. Studierende sollen nach dem Kurs befähigt sein, den Anlass erinnerungsgeschichtlich in ihrer Vielschichtigkeit zwischen Totengedenken und Patriotismus zu analysieren und, nach Bedarf, im Umfeld des stattfindenden Anlasses ein 15-minütiges kirchenhistorisches Referat für ein breites Publikum zu halten.
Voraussetzungen Keine
Sprache Deutsch
Leistungsnachweis Unbenoteter Leistungsnachweis: Kurzreferat (1 Cr)
Schriftliche Zusatzleistung möglich (+1 Cr)
Abschlussform / Credits siehe "Prüfung" / 0 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Unbenoteter Leistungsnachweis / 1 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Schriftliche Zusatzleistung möglich / 2 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Benotete mündliche Prüfung / 1.5 Credits (für Modul Kirchengeschichte)
Hörer-/innen Ja
Kontakt david.neuhold@doz.unilu.ch
Literatur Georg Kreis, Was mit «Sempach» anfangen? Historisches Gedenken als Gestaltungs- und Erinnerungsaufgabe, in: Der Geschichtsfreund. Mitteilungen des Historischen Vereins der Zentralschweiz, 165 (2012), 113-133.

Guy Marchal, Geschichtsbild im Wandel, 1782-1982. Historische Betrachtung zum Geschichtsbewusstsein der Luzerner im Spiegel der Gedenkfeiern zu 1332 und 1386, Luzern 1982.

André Heinzer, Volkstümliches Fest, Verstorbenengedenken, vaterländischer Diskurs, in: Der Geschichtsfreund. Mitteilungen des Historischen Vereins der Zentralschweiz, 165 (2012), 173-197.