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Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt


Dozent/in Prof. Dr. iur. can. et lic. theol. Adrian Loretan
Veranstaltungsart Spezialvorlesung
Code FS221553
Semester Frühjahrssemester 2022
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Weitere Daten 8. Februar: Podiumsdiskussion „Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt – Wo bleibt Gott?“; 18:15-20:00 Uhr: Durchführung digital via Zoom

14. März: Vortragsabend zum Thema „Machtmissbrauch“; 18:15-20:30 Uhr, Universität Luzern: voraussichtlich nur online
Umfang 1 Semesterwochenstunde
Turnus Kein Turnus
Inhalt Durch bewusste Vertuschung, unklare Kompetenzbereiche, mangelnde Sachkenntnis und Fahrlässigkeit konnte in der Kirche eine „Kultur des Schweigens“ entstehen. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in voller Kenntnis des Ausmasses des Missbrauchs den Täterschutz priorisiert und die Möglichkeiten der Opferfürsorge nicht ausgeschöpft zu haben.
Johann Baptist Metz führt zu den Opfern aus: Es gibt die Stilllegung der Theodizeefrage durch zu viel trinitätstheologisch aufgehobenes „Leiden in Gott“ und zu wenig „Leiden an Gott“; es gibt zu viele kluge Antworten auf die Fragen: Wer ist Gott? Wo ist Gott? Es fehlt oft die biblische Urfrage: Wo bleibt Gott? Metz plädiert dafür, dass den Leidenden Priorität zukommt: „Es gibt nämlich eine Autorität, die in allen grossen Kulturen und Religionen anerkannt und durch keine Autoritätskritik überholt ist: die Autorität der Leidenden.“ (Vgl. Mt 25, 35–40) https://www.unilu.ch/fakultaeten/tf/professuren/kirchenrecht-staatskirchenrecht/veranstaltungen/ Podiumsdiskussion vom 8. Februar 2022:
Durchführung digital via Zoom; Link siehe https://www.unilu.ch/fakultaeten/tf/professuren/kirchenrecht-staatskirchenrecht/veranstaltungen/machtmissbrauch-und-sexuelle-gewalt-in-der-kirche-wo-bleibt-gott-online-6289/
Lernziele Vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema Machtmissbrauch aus der Sicht verschiedener theologischer Disziplinen mittels einer Podiumsdiskussion und zweier Vorträge

Sensibilisierung für das Thema Machtmissbrauch als strukturelles Problem

Entwicklung einer begründeten eigenen Auffassung zum Umgang mit und zur Prävention von Machtmissbrauch
Voraussetzungen Einführung ins Kirchenrecht und Staatskirchenrecht
Sprache Deutsch
Anmeldung für Studierende: verpflichtend bis 31. Januar 2022 per E-Mail an mailto:kirchenrecht@unilu.ch (Anmeldung auch via UniPortal erforderlich)
Prüfung Unbenoteter Leistungsnachweis: Essay (1 Cr)
Abschlussform / Credits Unbenoteter Leistungsnachweis / 1 Credits
siehe "Prüfung" / 0 Credits
Hinweise Live-Zuschaltung zu den Präsenzveranstaltungen. Keine Podcasts.

Der Veranstaltungsflyer ist auf der Seite des Lehrstuhls abrufbar.

Pflichtinhalt gem. SPO 2013: Kirchenrecht/Staatskirchenrecht: Verfassungsrecht der Kirche und Theologie des Kirchenrechts
Hörer-/innen Ja
Kontakt martina.tollkuehn@unilu.ch
Literatur Doris Reisinger u.a., Nur die Wahrheit rettet. Der Missbrauch in der katholischen Kirche und das System Ratzinger, München 2021. Magnus Striet u.a. (Hg.) Unheilige Theologie! Analysen angesichts sexueller Gewalt gegen Minderjährige durch Priester, Freiburg im Br. 2019. Neue Strukturen für die Kirche: ET Studies, Zeitschrift der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie 11 (2020) 2. Adrian Loretan, Synodale Strukturen innerhalb der katholisch-hierarchischen Kirche. Anfragen aufgrund der «Würde der menschlichen Person», in: Burkhard Josef Berkmann /Anargyros Anapliotis (Hg.), Das Verhältnis zwischen der lokalen, regionalen und universalen Ebene in der Kirchenverfassung. Ein Vergleich zwischen dem Recht verschiedener christlicher Konfessionen, Berlin 2020 (Beiträge aus dem Zentrum für ökumenische Forschung München, Band 7), 97-122.