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Empirisches Projektseminar - Zwischen Isolation und Nähe: Einsamkeit im Alter aus Genderperspektive


Dozent/in Dr. sc. Kathryn Ann Dawson-Townsend; Dr. phil. Astrid Rimbach
Veranstaltungsart Seminar
Code FS261011
Semester Frühjahrssemester 2026
Durchführender Fachbereich Gesundheitswissenschaften
Studienstufe Bachelor
Termin/e Mo, 23.02.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 02.03.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 09.03.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 16.03.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 23.03.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 30.03.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 13.04.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 20.04.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 27.04.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 04.05.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 11.05.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mo, 18.05.2026, 12:30 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Weitere Daten Der Kurs erfolgt in der Zusammenarbeit mit Pro Senectute Schweiz
Umfang 4 Semesterwochenstunden
Inhalt Erleben ältere Frauen Einsamkeit anders als ältere Männer? Sind die Bewältigungsstrategien für Männer und Frauen ähnlich oder unterschiedlich? Obwohl viel über Einsamkeit im Alter geforscht wurde, gibt es relativ wenig Untersuchungen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden.
In der Schweiz ist jede vierte Person im Alter über 55 Jahren von Einsamkeit betroffen (26,6%). Das entspricht rund 444.500 Personen. Von den 85+ sind über ein Drittel einsam (36,8%), rund 90.000 Personen. Dies geht aus dem Altersmonitor Pro Senectute Schweiz hervor (Pro Senectute Schweiz, 2024).

Einsamkeit wird als subjektiv empfundener Mangel an persönlichen Beziehungen definiert und wird oft mit Alleinsein verwechselt. Im Gegensatz zum Alleinsein, das einen temporären und selbst gewählten Zustand beschreibt, ist Einsamkeit mit einem Gefühl des Leidens verbunden. Für viele (ältere) Menschen bedeutet das Fehlen sozialer Kontakte und unterstützender Beziehungen eine erhebliche Belastung. Studien zeigen, dass einsame ältere Menschen nicht nur eine verkürzte Lebenserwartung aufweisen, sondern auch häufiger unter körperlichen und psychischen Erkrankungen leiden.

Angesichts der demografischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass sich diese Zahlen in den kommenden Jahren weiter erhöhen werden. Gleichzeitig leben immer mehr ältere Menschen allein, sei es, weil sie alleine leben, aufgrund von Verwitwung oder weil familiäre Netzwerke weniger eng sind als früher. Die gesellschaftliche Teilhabe bis ins hohe Alter wird erschwert, wodurch die Gefahr von sozialer Isolation und Einsamkeit wächst. Es ist zu erwarten, dass die Einsamkeit im Alter zu einer noch grösseren Herausforderung für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem wird. Umso wichtiger sind deshalb gezielte Massnahmen zur Prävention und Förderung sozialer Kontakte

In diesem empirischen Projektseminar wird anwendungsorientiert in der Zusammenarbeit mit Pro Senectute Luzern ausgewählten Fragestellungen zum Thema geschlechterspezifische Unterschiede im Umgang mit Einsamkeit im Alter nachgegangen. Ziel ist es die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Umgang auf individueller und gesellschaftlicher Ebene, in den Erscheinungsformen sowie der Erreichbarkeit der sozial isolierten Personen zu identifizieren, u. A.

Dieser Kurs ist für Sie geeignet, wenn
• Sie ein starkes Interesse an diesem Thema haben und mehr über die Lebenserfahrungen einsamer älterer Menschen erfahren möchten
• Sie bereit sind, sich kritisch mit eigenen Vorstellungen, Erfahrungen und Haltungen zu Einsamkeit im Alter auseinanderzusetzen und diese zu reflektieren
• Sie von der Expertise von Fachpersonen von ProSenectute profitieren möchten

Das empirische Projektseminar besteht aus thematischen und methodischen Inhalten. Einerseits werden spezifische Themen aus geschlechterspezifischen Unterschieden im Umgang mit Einsamkeit im Alter mittels Inputs von internen/externen Dozierenden sowie Pro Senectute Luzern behandelt und diskutiert. Andererseits werden die obengenannten Datenerhebungsmethoden bzw. Analysemethoden anwendungsorientiert vertieft sowie diskutiert und anschliessend im Rahmen der Seminararbeit selbständig und praktisch umgesetzt.

1. Termin: Kursstart & Organisation
2. Termin: Warm-up (I)
- Input & Sensibilisierung zum Thema
3. Termin: Warm-up (II) - Input & Sensibilisierung zum Thema
4. Termin: Fragestellung - Inhalt – Methodik
5. Termin: Coaching-Session
6. Termin: Methode (I)
7. Termin: Methodik & Pretest (II)
8. Termin: Aufbereitung Ergebnisse
9. Termin: Open Office (I)
10. Termin: Open Office (II)
11. Termin: Zwischenpräsentation & -reflexion
12. Termin: Zwischenpräsentation & -reflexion
Schlagworte Gender/Diversity ; Nachhaltigkeit
Lernziele Die Studierenden:

Thematische Inhalte
• haben einen Überblick über den Bereich geschlechterspezifische Unterschiede im Umgang mit Einsamkeit im Alter.
• können einzelne Themen im Umgang mit Einsamkeit im Alter aus verschiedenen Perspektiven erläutern wie auch analysieren und mit anderen Themen in Zusammenhang setzen.
• können Massnahmen und Aktivitäten zur Erreichbarkeit von isolierten Personen und zur Vorbeugung von Einsamkeit ableiten und entwickeln.
• können mindestens ein Themenbereich zu geschlechterspezifischen Unterschieden im Umgang mit Einsamkeit im Alter kritisch reflektieren und für ihre Perspektive hierzu argumentieren.

Methodische Inhalte
• sind in der Lage, den Forschungsstand zu einem spezifischen Thema mittels wissenschaftlicher Literatur aufzuarbeiten und zu interpretieren
• setzen die methodischen Aspekte einer Datenerhebungsmethode um (als Möglichkeiten im Kurs: quantitative Analysen mit dem Swiss Household Panel, qualitative Interviews, Fokusgruppe, andere Möglichkeiten nur nach Absprache) und können diese für eine Seminararbeit praktisch anwenden.
• können die erhobenen Daten für die Seminararbeit analysieren und in Text, Tabellen und Abbildungen aufbereiten.
• können Feedback von anderen Studierenden annehmen und für die eigene Seminararbeit berücksichtigen.
Sprache Deutsch
Begrenzung Das Seminar ist auf 20 Teilnehmende begrenzt. Die Begrenzung wird über Moodle entsprechend der chronologischen Reihenfolge der Anmeldung verwaltet. Die Anmeldung über Moodle ist ab 2. Februar 2026 um 12:00 Uhr (Mittags) geöffnet. Sobald die maximale Anzahl von 20 Teilnehmenden erreicht ist, wird das Anmeldefenster automatisch geschlossen.
Anmeldung Moodle: https://elearning.hsm-unilu.ch/course/view.php?id=968


Information für MSc Health Sciences Studierende mit Auflagen: Dieser Kurs kann nicht im Rahmen der Auflagen besucht werden.
Leistungsnachweis Einreichung einer eigenständigen empirischen Arbeit (20 Seiten +/- 10 %), basierend auf im Kurs gesammelten Daten oder zur Verfügung gestellten Sekundärdaten.

Anwesenheit und aktive Teilnahme werden erwartet. Bitte informieren Sie die Dozenten über Abwesenheiten.

Seminararbeit: Die Studierenden führen während des Semesters eine Seminararbeit zu einem Themenbereich des Kurses aus in Einzelarbeit durch, geben zu mindestens zu einer anderen Seminararbeit ein Feedback und überarbeiten ihre eigene Seminararbeit (basierend auf dem Feedback von anderen Studierenden).

Die Note für das Seminar besteht aus der Benotung der Seminararbeit.

Der Kurs erfolgt in der Zusammenarbeit mit Pro Senectute Schweiz

WICHTIG: Um Credits zu erwerben und an der Prüfung teilzunehmen, ist eine Anmeldung über Uni Portal innerhalb der Prüfungsanmeldefrist ZWINGEND erforderlich. Weitere Informationen: www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/gmf/pruefungen/
Abschlussform / Credits Schriftliche Arbeit / 6 Credits
Hinweise Lehrmethoden:
• Seminarsitzungen: Inputs zu den thematischen und methodischen Inhalten, Aufgaben in Kleingruppen, Präsentationen, Diskussionen
• Verschiedene Aufgabenzwischen den Seminarsitzungen und Zwischenpräsentationen im Zusammenhang mit der eigenen Seminararbeit
Hörer-/innen Nein
Kontakt kathryn.dawson@unilu.ch / astrid.rimbach@unilu.ch
Material Unterrichtsmaterialien werden auf Moodle bereitgestellt.