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Antike Emotionen


Dozent/in Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia di Geraci
Veranstaltungsart Lektürekurs/Proseminar
Code FS261205
Semester Frühjahrssemester 2026
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Do, 19.02.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 26.02.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 05.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 12.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 19.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr
Do, 26.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 02.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 16.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 23.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 30.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 07.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 21.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Do, 28.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Kein Turnus
Inhalt Welche sind die „Leidenschaften“ heute und wie werden sie klassifiziert? Welche Leidenschaften kannte die antike und mittelalterliche Philosophie, und wie wurden sie damals geordnet? Sind Leidenschaften wesensmässig an den Körper gebunden oder reine Eigenschaften der Seele? Kann man von einer „Intentionalität“ der Leidenschaften sprechen? Gibt es gute und schlechte Leidenschaften, und worin unterscheidet sich eine Leidenschaft von einem Laster? Muss man, um tugendhaft zu sein, die Leidenschaften überwinden, oder sie vielmehr kultivieren? Welches Verhältnis haben Leidenschaften zur Zeit? Gibt es Leidenschaften Gottes? Und schliesslich: Gibt es Liebe ohne Leidenschaft? Worin liegt der Unterschied zwischen Zorn als Leidenschaft und Zorn als Laster?
Im Proseminar werden wir anhand ausgewählter Texte der antiken (bes. Aristoteles) und mittelalterlichen Philosophie (Thomas von Aquin) diesen Fragen nachgehen und die Geschichte der Leidenschaften im Spannungsfeld von Seele, Körper, Verständnis und Moral erkunden.
Lernziele Die Studierenden setzen sich anhand antiker und mittelalterlicher philosophischer Quellen mit Grundfragen bezüglich der Leidenschaften auseinander. Sie gewinnen dabei einen Überblick über die Emotionstheorien und machen sich mit einigen klassischen philosophischen Texten vertraut. Darüber hinaus werden sie die Kerngedanken dieser Texte nachvollziehen und in eigenen Worten wiedergeben können. In Form einer Präsentation werden die Studierenden die Möglichkeit haben, eigene Fragen zur Argumentation und zum Inhalt philosophischer Quellen zu formulieren, darauf einzugehen und mit Mitstudierenden zu diskutieren.
Sprache Deutsch
Begrenzung Max. 24 Teilnehmende
Leistungsnachweis - Bestätigte Teilnahme mit Impuls-Referat (1 Cr) (= Bestätigte Teilnahme)
- Unbenotetes Referat (2 Cr) (= Unbenoteter Leistungsnachweis)
- Benotete schriftliche Arbeit (4 Cr)
- KSF: Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr)*

* Verpflichtend und vorbehalten für Anrechnung in KSF-Modulen. Gilt nicht für RWP-Studierende.
Abschlussform / Credits Bestätigte Teilnahme / 1 Credits
Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
Benotete schriftliche Arbeit / 4 Credits
KSF: Aktive Teilnahme / 4 Credits
kein Abschluss / 0 Credits
Entscheidung im Mai / 0 Credits
Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits
Hinweise Die Teilnahme in der 1. Woche ist verpflichtend, für die allgemeine Vorstellung des Seminars und die Planung der Sitzungen.
Hörer-/innen Nach Vereinbarung
Kontakt philosophie_tf@unilu.ch
Literatur Aristoteles, D. Frede (Übers.). Nikomachische Ethik. Berlin, Boston: De Gruyter, 2020.

Thomas von Aquin, Bernhard Ziermann. Die Menschlichen Leidenschaften: I - II 22-48, Heidelberg: Kerle 1955.

Perler, D. „Lässt sich Angst rational steuern? Thomas von Aquins Emotionentheorie in systematischer Sicht“, Philosophisches Jahrbuch 116 (2009), 245–268.

Kenny, A. Action, Emotion and Will. London, New York: Routledge 1963 (reprint: Routledge 2003); die ersten 3 Kapitel.

Brungs, A. Metaphysik der Sinnlichkeit. Das System der Passiones Animae bei Thomas von Aquin. Halle a.d. Saale: Halle.