| Dozent/in |
Dr. rer. nat. Hanna Bettine Fechner |
| Veranstaltungsart |
Seminar |
| Code |
FS261254 |
| Semester |
Frühjahrssemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Gesundheitswissenschaften |
| Studienstufe |
Bachelor |
| Termin/e |
Mi, 18.02.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 25.02.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 04.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 11.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 18.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 25.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 01.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 15.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 22.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 29.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 06.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 13.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 20.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 Mi, 27.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B47 |
| Weitere Daten |
Für Studierende im B. Sc. in Gesundheitswissenschaften ist der Kurs im Wahlpflichtbereich sowie bei den freien Studienleistungen anrechenbar. Für Studierende im B. Sc. in Psychologie ist der Kurs im Rahmen des Minor (Nebenfach) Gesundheitssysteme ab dem 3. Studiensemester anrechenbar. |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Inhalt |
In diesem Seminar wird das Themenfeld des Urteilens und Entscheidens aus kognitionspsychologischer Perspektive behandelt und in Hinblick auf Anwendungen im Gesundheitsbereich untersucht. Daher ist das Seminar sowohl für Studierende der Gesundheitswissenschaften als auch für Studierende der Psychologie geeignet. Ein Schwerpunkt liegt auf den verwendeten Forschungsdesigns, Auswertungsverfahren sowie kognitiven Modellierungen, die wichtige Werkzeuge zum Erkenntnisgewinn in der kognitiven Urteils- und Entscheidungsforschung darstellen.
Nach einer Einführung in Grundkonzepte der kognitiven Urteils- und Entscheidungsforschung werden Bereiche des Urteilens und Entscheidens unter Unsicherheit und unter bekannten Risiken mit Anwendungen im Gesundheitsbereich betrachtet (z. B. Informationssuche und -bewertung, Entscheidungsstrategien und -bäume, Präsentationsformate für statistische Informationen zur Gesundheit). Dabei werden experimentelle Methoden (z. B. Verhaltensexperimente, Eye- und Mouse-Tracking) sowie kognitive Modelle (z. B. Evidenz-Akkumulations-Modelle, Modelle in kognitiven Architekturen) herangezogen, die ein tieferes Verständnis von Urteils- und Entscheidungsprozessen im Gesundheitsbereich ermöglichen (z. B. Modellierung des diagnostischen Prozesses, Veränderungen von Entscheidungsprozessen bei Erkrankungen).
In den thematischen Sitzungen werden jeweils zunächst Überblickstexte in kurzen Gruppenarbeiten im Kurs diskutiert, um einen aktiven Einstieg in das Thema zu ermöglichen. Darauf stellen Studierende empirische Studien aus wissenschaftlichen Artikeln zum Thema vor und entwickeln gemeinsam mit den übrigen Teilnehmenden eine weiterführende Diskussion, die das Thema verankert und neue Anknüpfungspunkte schafft. Ergänzt wird dies durch Gruppenarbeiten im Kurs, die ausgewählte Themenbereiche erschliessen oder vertiefen und übergreifend verankern. |
| E-Learning |
Kursmaterialien werden über die E-Learning Plattform Moodle bereitgestellt oder verlinkt. Studierende reichen die Slides für ihre Präsentationen über Moodle ein. |
| Lernziele |
Nach Teilnahme am Seminar sind Studierende in der Lage,
• zentrale Konzepte und Befunde aus der kognitiven Urteils- und Entscheidungsforschung mit Anwendungen auf den Gesundheitsbereich zu beschreiben, zu erklären, einzuordnen und zu bewerten
• experimentelle Methoden sowie Modellierungsansätze aus der kognitiven Urteils- und Entscheidungsforschung zu beschreiben und in Hinblick auf Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns für den Gesundheitsbereich zu bewerten
• wissenschaftliche Artikel strukturiert zu lesen und kritisch zu analysieren, deren Inhalte zu präsentieren und zu diskutieren sowie die gewonnenen
Erkenntnisse einzuordnen und bzgl. ihrer Bedeutung für Forschung und Anwendungen zu reflektieren. Diese wissenschaftlichen Kompetenzen stellen
eine wichtige Basis für das Anfertigen eigener schriftlicher Arbeiten im weiteren Verlauf des Studiums dar. |
| Voraussetzungen |
Vorkenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten und in Statistik / quantitativen Methoden (insbesondere Regressionsanalysen) sowie Interesse und Bereitschaft, sich in komplexere datenanalytische Verfahren zum Verständnis wissenschaftlicher Artikel einzuarbeiten. |
| Sprache |
Deutsch |
| Begrenzung |
Der Kurs ist auf 20 Teilnehmende begrenzt. Die Begrenzung wird über das Abstimmungs-Tool für die Themenauswahl im Moodle-Kurs ab 2. Februar 2026 um 12:00 Uhr verwaltet. Themen, Termine und Fristen können im Moodle-Kurs eingesehen werden. Sobald 20 Teilnehmende angemeldet sind, wird die Anmeldung über das Abstimmungs-Tool geschlossen. Wenn Sie sich auf die Warteliste setzen lassen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: bsc-gmf@unilu.ch. |
| Anmeldung |
Moodle: https://elearning.hsm-unilu.ch/course/view.php?id=975
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| Leistungsnachweis |
Die Benotung basiert auf den Slides und der mündlichen Präsentation eines wissenschaftlichen Artikels zu einem der Themenbereiche des Kurses. Eine Note von 4.0 oder besser ist notwendig, um den Kurs erfolgreich abzuschliessen.
WICHTIG: Um Credits zu erwerben und an der Prüfung teilzunehmen, ist eine Anmeldung über Uni Portal innerhalb der Prüfungsanmeldefrist ZWINGEND erforderlich. Weitere Informationen: www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/gmf/pruefungen/ |
| Abschlussform / Credits |
Slides und Präsentation / 3 Credits
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| Hinweise |
Lehrmethoden:
Präsentationen, Gruppenarbeiten und Diskussionen im Kurs. |
| Hörer-/innen |
Nein |
| Kontakt |
hanna.fechner@unilu.ch |
| Material |
Kursmaterialien werden über die E-Learning Plattform Moodle bereitgestellt oder verlinkt. Studierende reichen die Slides für ihre Präsentationen über Moodle ein. |
| Literatur |
Gigerenzer, G. (2011). What are natural frequencies? BMJ, 343: d6386.
https://doi.org/10.1136/bmj.d6386
Hafenbrädl, S., Waeger, D., Marewski, J. N., & Gigerenzer, G. (2016). Applied decision making with fast-and-frugal heuristics. Journal of Applied Research in Memory and Cognition, 5(2), 215–231. https://doi.org/10.1016/j.jarmac.2016.04.011
Hertwig, R., & Grüne-Yanoff, T. (2017). Nudging and boosting: Steering or
empowering good decisions. Perspectives on Psychological Science, 12(6),
973–986. https://doi.org/10.1177/1745691617702496
Marewski, J. N., & Olsson, H. (2009). Beyond the null ritual: Formal modeling of
psychological processes. Zeitschrift für Psychologie, 217(1), 49–60.
https://doi.org/10.1027/0044-3409.217.1.49
Schulte-Mecklenbeck, M., Kühberger, A., & Ranyard, R. (2011). The role of
process data in the development and testing of process models of judgment and decision making. Judgment and Decision making, 6(8), 733–739.
https://doi.org/10.1017/S1930297500004162
Weitere Literatur wird während des Kurses bekannt gegeben. |