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Kartell- und Lauterkeitsrecht


Dozent/in Prof. Dr. iur. Nicolas Diebold; lic. iur. David Mamane, RA; Head of Competition Group Schellenberg Wittmer
Veranstaltungsart Vorlesung
Code FS261362
Semester Frühjahrssemester 2026
Durchführender Fachbereich Öffentliches Recht
Studienstufe Master
Termin/e Fr, 20.02.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, 4.B51
Fr, 27.02.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, 4.B51
Fr, 15.05.2026, 08:15 - 18:00 Uhr, 3.B55
Sa, 16.05.2026, 08:15 - 13:00 Uhr, 3.B55
Fr, 29.05.2026, 08:15 - 18:00 Uhr, 3.B55
Sa, 30.05.2026, 08:15 - 13:00 Uhr, 3.B55
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Inhalt Die Vorlesung vermittelt vertiefte Kenntnisse im schweizerischen Kartellrecht und im Recht gegen den unlauteren Wettbewerb. Beide Gesetze verfolgen unterschiedliche, sich ergänzende Zwecke und bilden gemeinsam das Fundament des schweizerischen Wettbewerbsrechts:
• Das Kartellgesetz (KG) dient dem Schutz des wirksamen Wettbewerbs. Es soll sicherstellen, dass Märkte offen bleiben, der Wettbewerb nicht eingeschränkt wird und Unternehmen sich in Leistung und Innovation messen können. Es regelt insbesondere das Verbot wettbewerbsbeschränkender Abreden, den Missbrauch marktbeherrschender Stellungen und die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen.
• Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) schützt hingegen Marktteilnehmer – Konsumenten, Mitbewerber und die Allgemeinheit – vor unlauteren Geschäftspraktiken. Es sorgt dafür, dass Wettbewerbsentscheidungen aufgrund von Leistung und Qualität getroffen werden und nicht durch Irreführung, Täuschung oder aggressive Methoden beeinflusst werden.
Gemeinsam schaffen KG und UWG einen rechtlichen Rahmen, der einerseits funktionsfähigen Wettbewerb gewährleistet und andererseits faire Marktbedingungen sicherstellt. Die Vorlesung verknüpft diese Perspektiven, indem sie die ökonomischen und rechtlichen Grundlagen erläutert und aktuelle Entwicklungen aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Praxis einbezieht.
Die Vorlesung KG/UWG ergänzt die Vorlesung «öffentliches Wettbewerbsrecht» im HS, welche sich mit dem Schutz von Wettbewerb vor staatlichen Eingriffen befasst.
Lernziele Sie lernen, wettbewerbsrechtliche Problemstellungen zu erkennen, relevante Märkte abzugrenzen, den Geltungsbereich der Gesetze präzise zu bestimmen und die tatbestandlichen Voraussetzungen und Rechtfertigungsmöglichkeiten zu prüfen. Darüber hinaus entwickeln die Studierenden die Fähigkeit, gerichtliche und behördliche Entscheide kritisch einzuordnen und die ökonomischen Grundlagen des Wettbewerbsrechts zu verstehen.
Voraussetzungen Interesse an volkswirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Zusammenhängen; Bereitschaft zur selbstständigen Erarbeitung der Inhalte sowie die aktive Vorbereitung und Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen.
Sprache Deutsch
Anmeldung Erforderlich via UniPortal vom 17. bis 28. Februar 2026; gilt als Prüfungsanmeldung
Abschlussform / Credits Präsentation und benotete mündliche Prüfung / 5 Credits
Hinweise Diese Veranstaltung erprobt ein innovatives Lehrformat und kombiniert Präsenzveranstaltungen mit Selbststudium. Nach einer Einführung in den ersten beiden Sitzungen (20./27. Februar) erarbeiten Sie das theoretische Wissen eigenständig anhand von Podcasts und einem Lehrbuch, begleitet von regelmässigen Online-Fragesessions. Das erworbene Wissen wird in zwei Präsenzphasen (15./16. Mai und 29./30. Mai) angewendet, vertieft und diskutiert. Dabei stehen Falllösungen, Präsentationen und Diskussionen im Mittelpunkt. Die aktive Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist verpflichtend.
Hörer-/innen Nein
Kontakt nicolas.diebold@unilu.ch / david.mamane@swlegal.ch
Anzahl Anmeldungen 1 von maximal 30
Literatur Was ist unentbehrlich?
Nicolas Diebold/Bernhard Rütsche, Wettbewerbsrecht und Marktregulierung, Band 1: Grundlagen, Zürich 2023;
• Podcasts und Folien der Dozenten sowie ergänzende Materialien (werden auf OLAT zur Verfügung gestellt).

Weiterführende Literatur
Geugen Marbach/Patrik Ducrey/Gregor Wild, Immaterialgüter - und Wettbewerbsrecht, 4. Aufl., Basel 2017;
Lucas David/Reto Jacobs, Schweizerisches Wettbewerbsrecht, 5. Aufl., Bern 2012;

Prüfungsrelevante Erlasse
• Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (KG);
• Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG);
• Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen (VKU);
• Vertikalbekanntmachung der Wettbewerbskommmission vom 28. Juni 2010 (Stand 22.5.2017);
• Art. 101 bis 109 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV);
• Art. 6 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK);
• Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG; SR 241);
• Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen (PBK; SR 942.211).