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Der Genozid in Rwanda 1994. Gibt es Erklärungen?


Dozent/in Prof. Dr. Daniel Speich Chassé
Veranstaltungsart Hauptseminar
Code FS261442
Semester Frühjahrssemester 2026
Durchführender Fachbereich Geschichte
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e wöchentlich (Mo), ab 23.02.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 4
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus wöchentlich
Inhalt Der Bürgerkrieg zwischen der Rwanda Patriotic Front (RPF) und den Regierungstruppen, der 1990 begann, eskalierte im April 1994 zu extremster Brutalität: Innerhalb weniger Monate wurde ca. eine Million Menschen umgebracht. Die Veranstaltung nähert sich dem Horror mittels der Frage, ob sozialwissenschaftliche und historische Erklärungen vorliegen und falls ja, welche. Dabei geht es um Formen der Aufarbeitung der Ereignisse in juristischer, künstlerischer und wissenschaftlicher Hinsicht. Und zu diskutieren sind die lange Vorgeschichte sowie die Frage der Nachwirkungen insbesondere auf das Nachbarland Kongo (DRC). Es wird thematisiert, inwiefern von einem «Genozid» zu sprechen ist und was diese Rede bedeutet. Worin besteht die Modernität der Schlächterei, die hauptsächlich mit einfachsten Geräten geschah? Schliesslich interessiert, ob in diesem Fall das vergebende Vergessen dem Erinnern vorzuziehen wäre, da ja die Täterschaft und Angehörige der Opfer weiterhin auf engstem Raum zusammenleben.
Sprache Deutsch
Anmeldung ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme / 4 Credits
Kontakt daniel.speich@unilu.ch
Literatur Lektüre zur Vorbereitung:
Lemarchand, René 2018: Rwanda. The State of Research, Paris: Sciences Po Mass Violence and Resistance - Research Network (www.sciencespo.fr/mass-violence-war-massacre-resistance/en/document/rwanda-state-research.html)