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Ausgrenzung und Ausschluss: Der administrative, polizeiliche und medizinische Komplex der Schweiz 1930 bis 1976


Dozent/in Prof. Dr. Patrick Kury
Veranstaltungsart Masterseminar
Code FS261448
Semester Frühjahrssemester 2026
Durchführender Fachbereich Geschichte
Studienstufe Master
Termin/e Di, 17.02.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 24.02.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 03.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 1.507
Di, 10.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 17.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 24.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 31.03.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 14.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 1.507
Di, 21.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 1.507
Di, 28.04.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 05.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 12.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Di, 19.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B55
Di, 26.05.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus wöchentlich
Inhalt Seit Mitte der 1990er Jahre hat die schweizerische Geschichtswissenschaft verschiedene dunkle Kapitel aufgearbeitet. Bei der zu spät erfolgten Aufarbeitung der nachrichtenlosen Vermögen auf Konti schweizerischen Banken und Versicherungen gerieten die Schweizer Finanzinstitute und in der Folge die gesamte Schweiz unter grossen internationalen Druck. Sie begannen ihre Geschichte während des Zweiten Weltkriegs und die Verstrickungen mit Nazi-Deutschland umfassend aufzuarbeiten. Teilweise parallel, teilweise als Folge daraus folgte die wissenschaftliche Beschäftigung der Kindswegnahmen im Rahmen des so bezeichneten «Hilfswerks Kinder der Landstrasse». Daraus folgte eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Verdingwesen und schliesslich das der administrativen Versorgung von tausenden junger Frauen und Männer. Letztere Beschäftigung führte nach der Aufarbeitung zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs zu einer zweiten unabhängigen Untersuchungskommission (UeK). Was bisher kaum gemacht wurde, ist diese Schattenseiten der Schweizer Geschichte vom ausgehenden 19. Jh. bis in die 1970er Jahre als möglichen Gesamtkomplex zu deuten. Hier setzt das Masterseminar ein und fragt nach den strukturellen Gemeinsamkeiten der erwähnten Aspekte der schweizerischen Zeitgeschichte. Haben Politik und Verwaltung und Medizin seit dem ausgehenden 19. Jh. eine Bevölkerungspolitik betrieben, die Ausgrenzung und Ausschluss im grossen Mass begünstigt haben? Haben die föderalen Strukturen sowie das Fehlen grosser Zäsuren in der Schweiz einen entsprechenden Umgang bis in die jüngste Vergangenheit gefördert? Das Masterseminar sucht Antworten auf diese und weitere Fragen.

Sprache Deutsch
Anmeldung ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme / 4 Credits
Hinweise Wifo: Das Seminar zählt für die Bereiche Praktien, Objekte.
Kontakt patrick.kury@unilu.ch