| Dozent/in |
Dr. phil. Sebastian Winfried Hoggenmüller |
| Veranstaltungsart |
Masterseminar |
| Code |
FS261494 |
| Semester |
Frühjahrssemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Soziologie |
| Studienstufe |
Master |
| Termin/e |
Do, 19.02.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 3.B01 Fr, 27.03.2026, 10:15 - 17:00 Uhr, 4.B01 Sa, 28.03.2026, 09:15 - 16:00 Uhr, 4.B01 Fr, 08.05.2026, 10:15 - 17:00 Uhr, 4.B01 Sa, 09.05.2026, 09:15 - 16:00 Uhr, 4.B01 |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Inhalt |
Klimawandel wird heute nicht nur wissenschaftlich beschrieben, politisch verhandelt und ökonomisch modelliert – er wird zugleich in hohem Masse visuell imaginiert. Von Krisendarstellungen in Nachrichtensendungen über Protestbilder in sozialen Medien bis hin zu Projektionen ökologischer Szenarien in der Kunst erstreckt sich ein breites visuelles Repertoire, das gesellschaftliche Zukunftsvorstellungen, Risikodeutungen und Erwartungshorizonte mitprägt. Das Seminar widmet sich diesen klimabezogenen visuellen Darstellungen mit ihren Ästhetiken und Bildpolitiken und fragt, welche Rolle sie in den gesellschaftlichen Konstruktionen des Klimawandels spielen und wie sie konkret Sinn erzeugen. Dabei entwickeln die Studierenden im Verlauf des Semesters visuelle Essays, in denen sie ihre analytischen Einsichten und empirischen Befunde in eine eigene visuelle Argumentation überführen.
Im ersten Teil des Seminars (Blocktag 1 und 2) behandeln wir zentrale theoretische Ansätze und empirische Analysen der Medien- und Umweltsoziologie, der Umweltgeschichte, der Kommunikationswissenschaft, der Visuellen Soziologie und der Visual Culture zu Klimakrisen und Katastrophennarrativen. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir insbesondere Visualisierungen, die das Thema Klimawandel auf apokalyptische, dystopische oder endzeitliche Weise vermitteln und damit spezifische Zukunftshorizonte und gesellschaftliche Affektlagen adressieren. Zudem befassen wir uns mit dem Visual Essay als spezifischem wissenschaftlich-ästhetischem Format, das Argumente nicht nur in sprachlicher Form beschreibt, sondern visuell entfaltet. Anhand exemplarischer visueller Essays erschliessen wir uns Verfahren wie Sequenzierung, Verdichtung und visuelle Argumentation als analytische Werkzeuge und machen sie für die eigene Arbeit fruchtbar.
Aufbauend auf diesen Diskussionen entwickeln die Studierenden in der zweiten Seminarhälfte in Kleingruppen einen eigenen visuellen Essay. Ausgangspunkt ist ein selbst gewähltes empirisches Phänomen – etwa eine journalistische Bildserie, visuelle Kampagnen sozialer Bewegungen auf digitalen Plattformen, Cover wissenschaftlicher sowie belletristischer Literatur oder filmische Darstellungen –, zu dem eine Analyse erarbeitet werden soll, die das visuelle Material systematisch ordnet, analytisch durchdringt und argumentativ strukturiert. Für die abschliessende Sitzung ist die Teilnahme einer externen Fachperson zum Thema Klimaapokalypse vorgesehen, die gemeinsam mit uns die erarbeiteten visuellen Essays diskutiert und im grösseren theoretischen Kontext reflektiert. |
| Sprache |
Deutsch |
| Anmeldung |
***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten |
| Abschlussform / Credits |
Aktive Teilnahme (Referat/Protokolle/Arbeit in Kleingruppen) / 4 Credits
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| Hinweise |
Wifo: Das Seminar zählt für den Bereich Praktiken. |
| Kontakt |
sebastian.hoggenmueller@unilu.ch |