Das Ich im Klima
| Dozent/in |
Dr. phil. Kris Decker |
| Veranstaltungsart |
Blockseminar |
| Code |
FS261602 |
| Semester |
Frühjahrssemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Wissenschaftsforschung |
| Studienstufe |
Bachelor
Master |
| Termin/e |
Fr, 27.02.2026, 10:15 - 14:00 Uhr, 3.B55 Fr, 06.03.2026, 10:15 - 18:00 Uhr, 3.A05 Sa, 07.03.2026, 10:15 - 16:00 Uhr, 3.A05 Do, 30.04.2026, 10:15 - 18:00 Uhr, LUKS Haus 10 04.008 Pilatus Fr, 01.05.2026, 10:15 - 16:00 Uhr, 3.B55 |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Turnus |
Block veranstaltung |
| Inhalt |
Auf der Suche nach dem Ich in der zeitgenössischen Klimakrisenliteratur vereint dieses Experiment die Perspektiven der Literaturwissenschaften – vertreten durch Simon Probst (Vechta) –, der Wissenschaftsforschung – vertreten durch Kris Decker (Luzern) – und der schriftstellerischen Praxis – vertreten durch die Lyrikerin Julia Rüegger (Basel).
Lesend und schreibend bewegen wir uns in die Grenzgebiete zwischen wissenschaftlichen und literarischen Annäherungen an Klimadinge. In Form von close readings, Diskussionen über handwerkliche und epistemologische Fragen und einer ganztägigen Schreibwerkstatt gehen wir den Verwicklungen von Ich und Klima nach: Was macht die Präsenz von Klimakrisenphänomenen mit unseren Beziehungen zur Welt und zu uns selbst? Was können wir aus der Literatur über das Problem des Ich-Sagens und der Subjektivität von Beobachtungen lernen? Wie (verschieden) sprechen Ichs über das Klima?
Das Seminar öffnet den Raum für eine transdisziplinäre Erkundung. In intensiven Lektüren werden u.a. die Essays Landkrank (2024/2022) von Nikolaj Schultz, Schwankende Kanarien (2023) von Judith Schalansky und Blinde Passagiere (in Freiheit, 2022/2021) von Maggie Nelson sowie die Romane Wetter (2022) von Jenny Offill und 22:04 (2016/2014) von Ben Lerner befragt: Wie bestimmen die darin sprechenden Subjekte ihr Verhältnis zur Krise und Geschichte des Planeten? Und auf welche klimawissenschaftlichen (und anderen) Wissensbestände und Erzählungen greifen sie dabei zurück?
Anknüpfend an die Lektüren gibt eine ganztägige Werkstatt Gelegenheit, selbst Ich zu schreiben. In der freien Form des Essays können Möglichkeiten erprobt werden, Klimatisch-Wissenschaftliches und Persönlich-Lebensweltliches zu verbinden. Erweitert werden diese Schreiberfahrungen durch den Versuch der Textherstellung mit generativen Sprachmodellen und eine Diskussion der Unterschiede, die es für das akademische Arbeiten macht, einen Text selbst zu verfassen oder über Prompts zu generieren. Was dabei herauskommt, ist ungewiss.
Das Seminar wird gefördert von der Universitären Lehrkommission.
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| Schlagworte |
Nachhaltigkeit |
| Sprache |
Deutsch |
| Begrenzung |
max. 25 Personen |
| Abschlussform / Credits |
Aktive Teilnahme / 4 Credits
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| Hinweise |
Die Lehrveranstaltung zählt für die Bereiche Konzepte, Objekte. |
| Kontakt |
kris.decker@unilu.ch |
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