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Demokratie und Wahrheit. Demokratische Strukturen und religiöse Wahrheitsansprüche


Dozent/in Prof. Dr. Adrian Loretan, Prof. Dr. Albrecht Grözinger, Prof. Dr. Felix Hafner, Prof. Dr. Thomas Schüller
Veranstaltungsart Hauptseminar
Code HS141043
Semester Herbstsemester 2014
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Weitere Daten 1. Vorbesprechung: Do, 01.05., 16.00-17.00, Büro 3.B51
2. Vorbesprechung: Mo, 15.09., 17.00-18.00, Büro 3.B51
Basler Unitag: Fr, 17.10, 13.15-19.00
Blockseminar in Engelberg:
Do, 20.11., 11.00-18.00; 19.45-21.45
Fr/Sa, 21./22.11., 8.15-18.00
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Jedes HS findet das interuniversitäre und interdisziplinäre Engelberger Blockseminar statt (RF und ev. TF der Uni Basel und TF der Uni Luzern)
Inhalt „Über Wahrheit, Schönheit und Effektivität wird nicht per demokratischer Abstimmung entschieden. Aber undemokratisch soll Religion auch nicht sein. Um sich der Demokratie anzunähern, haben die Religionsgemeinschaften mit Gewinn demokratische Strukturen geschaffen.“ Wolfgang Thierse (Neujahrsrede 2014)

Braucht Religion Demokratie zu ihrer Entfaltung? Religionsfreiheit ist ein Kriterium für die Freiheit schlechthin.

Zwei unterschiedliche Staatsverständnisse (BRD, CH) werden vorgestellt, die ihr Verhältnis von Staat und Religion anders regeln: z.B. bei Kirchenaustritt, Absetzung eines Pfarrers, Gleichstellungsinitiative, Anerkennung der Zeugen Jehovas, Minarettverbot, Beschneidung von Knaben, Ausnahmeartikel in der BV wie Jesuitenverbot, Minarettverbot, Bistumsartikel, etc. Verhältnis von Wahrheit und Demokratie im Staatskirchenrecht und im Kirchenrecht.
Lernziele Durch einen Rechtsvergleich (BRD, CH) die eigene Rechtsituation besser verstehen lernen.
Voraussetzungen Geprüfte Hauptvorlesung zu Staat und Kirche (z.B. Vorlesung FS 2014).
Begrenzung Die Zahl der Teilnehmer/innen ist begrenzt. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach dem Anmeldungseingang.
Anmeldung bis 14.09. an sarah.roeck@unilu.ch (Anmeldung auch via UniPortal erforderlich)
Prüfung Studienleistungen für Studierende nach SPO 2002:
Benotetes Referat (4 CP)
Benotete schriftliche Arbeit (7 CP)

Studienleistungen für Studierende nach SPO 2013:
Bestätigte Teilanhme (2 Cr), mit verpflichtender Zusatzleistung Referat (+1 Cr)
Benotete schriftliche Arbeit (4 Cr)
mögliche Zusatzleistungen:
- zusätzliche Anforderungen (als Zusatz für schriftliche Arbeiten) (+1 Cr)
Abschlussform / Credits Benotete schriftliche Arbeit / 4 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
siehe "Prüfung" / 0 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Benotetes Referat / 4 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Benotete schriftliche Arbeit mit Zusatzleistung / 5 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Bestätigte Teilnahme + Zusatzleistung / 3 Credits (für Modul Masterseminar im Vertiefungsmodul Institutionen, Verbände, Religionsgemeinschaften)
Benotete schriftliche Arbeit / 4 Credits (für Modul Masterseminar im Vertiefungsmodul Institutionen, Verbände, Religionsgemeinschaften)
Benotete schriftliche Arbeit + Zusatzleistung / 5 Credits (für Modul Masterseminar im Vertiefungsmodul Institutionen, Verbände, Religionsgemeinschaften)
Bestätigte Teilnahme + Zusatzleistung / 3 Credits (für Modul Profilierungsbereich)
Benotete schriftliche Arbeit / 4 Credits (für Modul Profilierungsbereich)
Benotete schriftliche Arbeit + Zusatzleistung / 5 Credits (für Modul Profilierungsbereich)
Hinweise Pflichtinhalt gem. SPO 2013: Kirchenrecht/Staatskirchenrecht: Einführung in das rechtliche Verhältnis von Staat und Kirche
Hörer-/innen Nein
Literatur Quirin Weber, Alexander Morawa, Adrian Loretan, Freiheit und Religion, Die Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften in der Schweiz, Münster 2014. Axel Honneth, Das Recht der Freiheit, Grundriss einer demokratischen Sittlichkeit, Berlin 2013 (stw 2048). -Anne Kühler, Das Grundrecht der Gewissensfreiheit, Bern 2012. Christoph Goos, Innere Freiheit, eine Rekonstruktion des grundgesetzlichen Würdebegriffs, Göttingen 2011. Jocelyn Maclure, Charles Taylor, Laizität und Gewissensfreiheit, Berlin 2011. Eduardo Mendieta und Jonathan VanAntwerpen Hg., Religion und Öffentlichkeit, Berlin 2012. Heiner Bielefeldt, Streit um die Religionsfreiheit, Aktuelle Facetten einer internationalen Debatte. Erlangen 2012 (Erlanger Universitätsreden 75). Heiner Bielefeldt, Muslime im säkularen Rechtsstaat. Integrationschancen durch Religionsfreiheit. Bielefeld 2003. Heiner Bielefeldt, Religionsfreiheit ein weltweites Mandat. Ein Gespräch mit Heiner Bielefeldt, UN- Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Interview geführt von Michael Krennerich, in: Zeitschrift für Menschenrechte 5 (2011) 144-154. Heribert Franz Köck, Die Grundrechte im Spannungsfeld von Kirche und Staat – „unterbelichtete“ Aspekte des Problems, in: In mandatis meditari. Festschrift für Hans Paarhammer zum 65. Geburtstag, hrsg. von Stephan Haering u.a., Berlin 2012, 1035-1054. Marianne Heimbach-Steins, Religionsfreiheit, ein Menschenrecht unter Druck, Paderborn 2012. Hans Joas, Die Sakralität der Person. Eine neue Genealogie der Menschenrechte, Berlin 2011. Tine Stein, Himmlische Quellen und irdisches Recht, Religiöse Voraussetzungen des freiheitlichen Verfassungsstaates, Frankfurt 2007. Josef Ratzinger, Vorpolitische moralische Grundlagen eines freiheitlichen Staates, in: ders. Werte in Zeiten des Umbruchs. Die Herausforderung der Zukunft bestehen, Freiburg 2005. Jürgen Habermas, zwischen Naturalismus und Religion. Philosophische Aufsätze, Frankfurt 2005.