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Fernstudium Der Westen als Rechtsgemeinschaft wurzelt in der Westkirche. Verfassungsrecht der Kirche


Dozent/in Prof. Dr. Adrian Loretan
Veranstaltungsart Hauptvorlesung
Code HS181054
Semester Herbstsemester 2018
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Weitere Daten - Aufschaltung der Unterlagen zur Veranstaltung: am Anfang des Semesters.
- Aufschaltung der Podcasts: jeweils am Mittwochabend.
- Termine der Konferenz-Schaltungen (freiwillig): 01.10., 15.10. jeweils 16:30 Uhr.
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Inhalt Die Rechtsordnung kennt nicht nur die Rechtssubjekte der Institution (Amtsträger), sondern achtet aufgrund der Taufwürde der Gläubigen und der Menschenwürde (DH 1) bzw. der Gottebenbildlichkeit (Gen 1,26–27) die Rechtssubjektivität aller Personen.
Die Rechtswissenschaft der Kirche entwickelte schon im 12. und 13. Jahrhundert eine juristische Theorie der Begrenzung der Befugnisse für kirchliche und weltliche Herrschaft. Dies zeigte sich u. a. in der brisanten Rezeptionsgeschichte des „Was alle angeht“-Prinzips Die weiterreichende Wirkungsgeschichte für die Entstehung des modernen Demokratieverständnisses sollte nicht übersehen werden. Diese Bedeutung des Rechts im Einflussbereich der lateinischen Westkirche hat auch zum relativen Erfolg bei der Schaffung von Freiheit von politischer und moralischer Tyrannei im Westen beigetragen. Die übergrosse Mehrheit demokratischer Staaten stammt aus dem christlich geprägten Erfahrungsraum des Westens, der u.a. auf dem Recht der Westkirche aufbaut.
Lernziele Die kulturelle Bedeutung des Rechts der lateinischen Westkirche erkennen
Voraussetzungen Einführung in das Kirchenrecht und Staatskirchenrecht mit bestandener Prüfung.
Sprache Deutsch
Prüfung Unbenoteter Leistungsnachweis: Gespräch über die Thematik der Veranstaltung (2 Cr)
Benotete mündliche Prüfung (3 Cr)
Abschlussform / Credits Benotete mündliche Prüfung / 3 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
siehe Prüfung / 0 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Benotete mündliche Prüfung / 3 Credits (für Modul Hauptvorlesung frei wählbar)
Hinweise - Modus der Durchführung: Podcasts (wöchentlich).
- Pflichtinhalt gem. SPO 2013: Kirchenrecht/Staatskirchenrecht: Verfassungsrecht der Kirche.
Hörer-/innen Nein
Literatur Christoph Böttigheimer u.a. (Hg.), Vaticanum 21. Die bleibenden Aufgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils im 21. Jahrhundert, Freiburg i. Br. 2016.
Sabine Demel u.a. (Hg.), Krönung oder Entwertung des Konzils? Das Verfassungsrecht der katholischen Kirche im Spiegel der Ekklesiologie des Zweiten Vatikanischen Konzils, Saarbrücken 2007.
Adrian Loretan, Wahrheitsansprüche im Kontext der Freiheitsrechte, Zürich 2017.
Hugo Schwendenwein, Die Katholische Kirche. Aufbau und rechtliche Organisation, Essen 2003.
Helmut Hoping und Hans Münk, Dienst im Namen Jesu Christi, Theologische Berichte XXIV, Freiburg 2001.
Sabine Demel und Klaus Lüdicke (Hg.) Zwischen Vollmacht und Ohnmacht. Die Hirtengewalt des Diözesanbischofs und ihre Grenzen, Freiburg i.Br. 2015.
Sabine Demel, Handbuch Kirchenrecht, Freiburg i.Br. 2010.
Heribert Hallermann, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis, Paderborn 2004.
Michael Böhmke/Thomas Schüller (Hg.), Gemeindeleitung durch Laien? Internationale Erfahrungen und Erkenntnisse. Regensburg 2011.
Peter Kistner, Das göttliche Recht und die Kirchenverfassung, Der Freiraum für eine Reform, Berlin 2009.
Franziskus, Apost. Schreiben, Evangelii Gaudium, 2013 (Verlautbarungen des Apost. Stuhles Nr. 194, bestellbar bei Sekretariat der DBK).