Zeitlichkeit: Zur Temporalstruktur des Sozialen
| Dozent/in |
Prof. Dr. Cornelia Bohn |
| Veranstaltungsart |
Masterseminar |
| Code |
HS191204 |
| Semester |
Herbstsemester 2019 |
| Durchführender Fachbereich |
Soziologie |
| Studienstufe |
Master |
| Termin/e |
wöchentlich (Di), ab 24.09.2019, 12:15 - 14:00 Uhr, 3.B01 |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Inhalt |
In der Veranstaltung werden temporale Bestimmungen des Sozialen und ihre Veränderung im Zeitlauf behandelt. Die soziologische Analyse der modernen Gesellschaft findet eine große Vielfalt temporaler Bestimmungen vor: Geschwindigkeit, Beschleunigung, die Betonung von Minimaltemporalitäten wie das Ereignis, der Moment, das Instantanistische, aber auch das Prozesshafte. Sozialtheorien gehen übereinstimmend davon aus, dass sich das Soziale in der Zeit entfaltet und auf Nacheinander sowie auf Gleichzeitigkeit und auf ständige Synchronisation von Abläufen eingestellt ist. Letztere wird erst durch Standardisierung der gemessenen Zeit ermöglicht. Von der gemessenen Zeit unterscheiden sich die erlebte Zeit, die Zeitdimensionen der Vergangenheit und der Zukunft und die Bedeutung der Gegenwart für die Analyse und Selbstbeschreibung der Moderne. |
| Sprache |
Deutsch |
| Abschlussform / Credits |
Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Credits
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| Kontakt |
cornelia.bohn@unilu.ch |
| Material |
wird über OLAT zugänglich gemacht. |
| Literatur |
Bourdieu, Pierre, Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft, Frankfurt/M. 1987 (orig.: Le Sens pratique, Paris 1980).
Jullien, Françoise, Über die „Zeit“. Zürich 2004 (orig.: Du „temps“, Paris 2001).
Laux, Henning, Clockwork Society: Die Weltklimakonferenz von Paris als Arena gesellschaftlicher Synchronisation, ZTS 2017.
Luhmann, Niklas, Temporalisierung von Komplexität: Zur Semantik neuzeitlicher Zeitbegriffe, in: ders., Gesellschaftsstruktur und Semantik, Bd. 1, Frankfurt/M.1980.
Zerubavel, Eviatar, The Standardization of Time: A Sociohistorical Perspective, in: AJS, 1982.
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