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Der Westen als Rechtsgemeinschaft wurzelt in der Westkirche. Kirchliches Verfassungsrecht


Dozent/in Prof. Dr. iur. can. et lic. theol. Adrian Loretan
Veranstaltungsart Hauptvorlesung
Code HS201260
Semester Herbstsemester 2020
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Weitere Daten Zoom-Meetings: Montag, 5. Okt., und Montag, 26. Okt., jeweils um 16 Uhr
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Alle 3 Jahre
Inhalt Die Rechtsordnung kennt nicht nur die Rechtssubjekte der Institution (Amtsträger), sondern achtet aufgrund der Taufwürde der Gläubigen und der Menschenwürde (DH 1) bzw. der Gottebenbildlichkeit (Gen 1,26–27) die Rechtssubjektivität aller Personen.
Die Rechtswissenschaft der Kirche entwickelte schon im 12. und 13. Jahrhundert eine juristische Theorie der Begrenzung der Befugnisse für kirchliche und weltliche Herrschaft. Dies zeigte sich u. a. in der brisanten Rezeptionsgeschichte des „Was alle angeht“-Prinzips. Die weiterreichende Wirkungsgeschichte für die Entstehung des modernen Demokratieverständnisses sollte nicht übersehen werden. Diese Bedeutung des Rechts im Einflussbereich der lateinischen Westkirche hat auch zum relativen Erfolg bei der Schaffung von Freiheit von politischer und moralischer Tyrannei im Westen beigetragen. Die übergrosse Mehrheit demokratischer Staaten stammt aus dem christlich geprägten Erfahrungsraum des Westens, der u.a. auf dem Recht der Westkirche aufbaut.
https://www.feinschwarz.net/der-westen-wurzelt-in-der-westkirche/
Lernziele Die kulturelle und aktuelle Bedeutung des Rechts der lateinischen Westkirche erkennen.
Voraussetzungen Einleitungsvorlesung Kirchenrecht und Staatskirchenrecht mit bestandener Prüfung
Sprache Deutsch
Prüfung Unbenoteter Leistungsnachweis:
- mündliche Prüfung (2 Cr)
- Essay (2 Cr)
Benotete mündliche Prüfung (3 Cr)
Abschlussform / Credits Benotete mündliche Prüfung / 3 Credits
siehe "Prüfung" / 0 Credits
Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
Hinweise - Modus der Durchführung: digital (wöchentliche Podcasts und freiwillige Zoom-Meetings)
- Pflichtinhalt gem. SPO 2013: Kirchenrecht/Staatskirchenrecht: Verfassungsrecht der Kirche
- MA RWP: Die Veranstaltung kann auch im Fernmodus belegt werden. Anmeldung mit Angabe des gewünschten Moduls innerhalb der Anmeldefrist an die Koordinatorin.
Hörer-/innen Ja
Kontakt adrian.loretan@unilu.ch
Literatur Christoph Böttigheimer u.a. (Hg.), Vaticanum 21. Die bleibenden Aufgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils im 21. Jahrhundert, Freiburg i. Br. 2016.

Sabine Demel und Klaus Lüdicke (Hg.) Zwischen Vollmacht und Ohnmacht. Die Hirtengewalt des Diözesanbischofs und ihre Grenzen, Freiburg i.Br. 2015.

Michael Böhnke/Thomas Schüller (Hg.), Gemeindeleitung durch Laien? Internationale Erfahrungen und Erkenntnisse. Regensburg 2011.

Sabine Demel u.a. (Hg.), Krönung oder Entwertung des Konzils? Das Verfassungsrecht der katholischen Kirche im Spiegel der Ekklesiologie des Zweiten Vatikanischen Konzils, Saarbrücken 2007.

Heribert Hallermann, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis, Paderborn 2004.