| Termin/e |
Mo, 21.09.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 28.09.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 05.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 12.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 19.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 26.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 02.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 09.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 16.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 23.11.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 9 (Terminierung 2) Mo, 23.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 30.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 07.12.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 Mo, 14.12.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, HS 5 |
| Inhalt |
Erzählen ist eine der wenigen anthropologischen Konstanten: Seit Menschengedenken und in jeder Kultur lässt man sich etwas erzählen und erzählt. So ergänzen sich seit Menschengedenken der homo ludens (Mensch mit Spieltrieb) und homo narrans. Zwar hat sich die Erzählwissenschaft (Narratologie) vor allem mit dem Erzählen in der modernen Literatur auseinandergesetzt und daraus ihre Begrifflichkeit entwickelt. Doch jüngere Forschungsrichtungen konzentrieren sich immer mehr auf die Omnipräsenz von Erzählformen, von Narrativen; übersetzt doch die Erzählung die scheinbare Kontingenz unserer Welt in mehr oder weniger kohärente – temporal und logisch geordnete – Sinnmuster. Darum werden Forschungsergebnisse erst in einer Erzählung sinnfällig; darum führt erst die Story hinter dem Produkt zu dessen ökonomischem Erfolg; darum wird aus einem Ungeschick ein Gerichtsfall, aus einer verhängnisvollen Kette von Unvorhersehbarkeiten Historiographie. In dieser Lehrveranstaltung lernen wir nicht nur das Instrumentarium der Narratologie kennen, sondern überlegen uns auch, wie Erzählung in der Literatur, in der Geschichtsschreibung oder in der kollektiven Erinnerung funktioniert und wirkt. Die Sichtung und Kategorisierung von Erzählmustern hat zum Ziel, das Denken in Narrativen genauer in den Blick zu nehmen und zu hinterfragen. |