| Termin/e |
Mo, 14.09.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 21.09.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 28.09.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 05.10.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 12.10.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 19.10.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 26.10.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 02.11.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 09.11.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 16.11.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 9 (Terminierung 2) Mo, 16.11.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 23.11.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 30.11.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 07.12.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 Mo, 14.12.2020, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B01 |
| Inhalt |
Lange bevor das Reduit im Zweiten Weltkrieg zur militärischen Festung erklärt wird, dienen die Alpen immer wieder als geschichtsphilosophische ‘Quarantäne’. Seit der Spätaufklärung im ausgehenden 18. Jahrhundert stellt das alpine Naturidyll nicht nur für die Schweiz, sondern für ganz Europa einen ökologisch sensiblen Raum dar – scheinbar der historischen Zeit enthoben – und macht ihn damit in Literatur und politischer Rhetorik anschlussfähig für Ideologien unterschiedlichster Ausrichtung. Dieses Seminar widmet sich den Alpen als transnationalem Schnittpunkt antimoderner Diskurse. Wir lesen ganz oder auszugsweise Texte u.a. von Christian Kracht, Meinrad Inglin, C.G. Jung und Philipp Etter. Wir kontextualisieren diese ideengeschichtlichen Überlagerungen am Gotthard in ihrem jeweiligen historischen Kontext und ziehen Vergleiche bis in die Gegenwart hinein. Denn so fremd uns der pathetische, religiöse und je nachdem selbst völkische Einschlag dieser Texte auch sein mag, so relevant ist die Rhetorik vom Alpenidyll für ökologische Fragen unserer Zeit, die wir im Gespräch mit Initiatoren der Gletscher- und Alpeninitiative vertiefen. |