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Angebot und Nachfrage in der Kulturpolitik: Kulturförderung und Mittelbeschaffung


Dozent/in Rolf Keller
Veranstaltungsart Workshop
Code HS201276
Semester Herbstsemester 2020
Durchführender Fachbereich Kulturwissenschaften
Studienstufe Bachelor Master Doktorat
Termin/e Fr, 16.10.2020, 12:15 - 16:00 Uhr, HS 8
Fr, 06.11.2020, 12:15 - 16:00 Uhr, HS 8
Fr, 27.11.2020, 12:15 - 16:00 Uhr, HS 8
Umfang 1 Semesterwochenstunde
Turnus Blockveranstaltung mit 3 Terminen à 4 Std.
Inhalt Möchten Sie in einem Theater oder einem Konzerthaus, in einem Museum oder einer Kunsthalle, in einem Verlag oder einem Literaturhaus arbeiten? Organisieren Sie kulturelle Veranstaltungen oder wirken Sie als Freiwillige/r in einer Kultureinrichtung mit? Möchten Sie vielleicht sogar selber künstlerisch tätig sein? Dann müssen Sie etwas von Kulturpolitik verstehen! Kulturpolitik ist ein wichtiges Element von Kulturmanagement. Weshalb braucht es für Kultur eine Politik? Wie versteht der Bund "Kulturpolitik" in der Schweiz, und wie verstehen sie die Kantone und Städte? Auf welche Weise und mit welchen Mitteln wird Kulturpolitik konkret umgesetzt, und von welchen Akteuren? Ein wesentlicher Aspekt von Kulturpolitik ist die Kulturförderung. Diese betreiben jedoch nicht nur staatliche Instanzen, es gibt auch Kulturförderung durch Private: Mäzene, Sponsoren, Stiftungen. Was unterscheidet sie und ihre Wirkungsweisen? Im gesamten System der Kulturfinanzierung repräsentiert die Kulturförderung durch den Staat oder durch Private sozusagen die Angebotsseite. Diese Akteure fragen: Welche Personen können wir mit unserem Geld unterstützen, welche Projekte ermöglichen, die unseren Zielsetzungen entsprechen? Auf der anderen Seite steht die Nachfrageperspektive, wie sie der Begriff "Mittelbeschaffung" andeutet. Hier fragen Veranstalterinnen, Projektverantwortliche, Kulturschaffende: Wo – bei welcher staatlichen Instanz, bei welcher Stiftung usw. – finde ich Geld für mein Vorhaben? Wie muss ich vorgehen, wie verfasse ich erfolgversprechende Gesuche? Das Lehrangebot bringt die beiden Perspektiven zusammen: Potentielle Geldsuchende lernen potentielle Geldgebende und deren Praxis kennen. Ziel ist ein fundiertes Verständnis der praktischen Mechanismen der Kulturfinanzierung in der Schweiz. Studentische Inputs behandeln Fallbeispiele, anhand derer diese Mechanismen illustriert werden. Rolf Keller war beruflich Stellvertretender Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und Leiter des Studienzentrums Kulturmanagement an der Universität Basel, ehrenamtlich Präsident der aargauischen Kulturstiftung Pro Argovia und Präsident des Aargauer Kuratoriums, der kantonalen Instanz für Kulturförderung. Er bringt also aus verschiedenen Funktionen breite Erfahrungen in der schweizerischen Kulturpolitik und -förderung in seine Lehrtätigkeit ein.
Sprache Deutsch
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme / 2 Credits
Hinweise Blockseminar
Hörer-/innen Nein
Kontakt rolf.keller@kultur-beratung.ch