| Termin/e |
Mo, 14.09.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B01 Mo, 21.09.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B01 Mo, 28.09.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B01 Mo, 05.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 12.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 19.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 26.10.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 02.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 09.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 16.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 23.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 30.11.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 07.12.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 Mo, 14.12.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.A05 |
| Inhalt |
Seit Beginn ihres Streiks für den Klimaschutz im Spätsommer 2018 haben die mediale Präsenz und globale Popularität von Greta Thunberg eine beispiellose Entwicklung genommen. Erschienen im August 2018 die ersten Fotografien überhaupt, die Greta Thunberg bei ihrem zunächst alleinigen Schulstreik vor dem schwedischen Parlamentsgebäude in Stockholm mit einem handbeschriebenen Plakat mit der Aufschrift «Skolstrejk för klimatet» zeigen, zirkuliert inzwischen eine kaum mehr überschaubare Vielzahl unterschiedlicher Bilder der zur Symbolfigur der globalen Bewegung «Fridays for Future» avancierten Klimaaktivistin. So sieht man «Greta» beispielsweise als exponierte Teilnehmerin weltweiter Klimademonstrationen und Sprecherin auf internationalen Konferenzen, im Rampenlicht zahlreicher Preisverleihungen, beim fist bump mit Barack Obama, auf Zeitschriftencovern zur Ikone stilisiert oder in Form von Memes mit Häme und Spott überzogen.
Es ist diese speziell visuell vermittelte Darstellung von Greta Thunberg, auf die sich das Erkenntnisinteresse des Seminars richtet. Am Beispiel des offiziellen Instagram-Accounts der Klimaaktivistin soll der Frage nachgegangen werden, wie die dort veröffentlichten Bilder aus einer gesellschafts- und kommunikationstheoretischen Perspektive zu verstehen sind – jenseits ihrer Funktion der Dokumentation und Inszenierung lebensweltlicher Begebenheiten. Welche soziale Bedeutung und Wirkung haben die Bilder und deren Kommentierungen? Inwiefern sind sie als eigenständige Protestkommunikation im Modus der Visualität zu deuten und in welchem Verhältnis stehen symbolische Bildwirkungen und die reale Person Greta Thunberg? Und nicht zuletzt: Wie lassen sich visuelle Social-Media-Daten unter Berücksichtigung ihrer spezifischen kommunikativen Qualität und interaktiven Umgebung zum Gegenstand einer qualitativen Analyse machen? Mögliche Antworten sollen im Laufe des Seminars mittels eines gemeinsam zu entwickelnden Forschungsdesigns explorativ erarbeitet werden. |