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Die Aussenbeziehungen der Schweiz in historischer Perspektive


Dozent/in Prof. Dr. Daniel Speich Chassé
Veranstaltungsart Hauptseminar
Code HS201474
Semester Herbstsemester 2020
Durchführender Fachbereich Geschichte
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e wöchentlich (Di), ab 15.09.2020, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B47
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus wöchentlich
Inhalt In der internationalen Politik treffen oft moralische Ansprüche auf knallharte Interessen. Auch in der Schweiz hat sich immer wieder ein Konflikt zwischen aussenpolitischen Zielsetzungen und der Interessensvertretung der Exportwirtschaft ergeben. Das Bild einer humanitären Sendung kollidierte mit dem Bild eines heimlichen Imperialismus von „Gnomen“. Die Schweiz verfügt nicht über die Mittel einer aktiven, auch militärisch gestützten Aussenpolitik und blieb als eine kleine, offene Volkswirtschaft stets auf äussere Zusammenhänge verwiesen, die sie nicht beeinflussen kann. Das Seminar geht entlang dieser Spannung der Geschichte der Aussenpolitik nach. Wie hat die weltwirtschaftliche Verflechtung den aussenpolitischen Handlungsspielraum der modernen Schweiz beeinflusst? Themen sind die Entstehung der entsprechenden Departemente bei der Bundesverwaltung seit 1848, internationale Handelsverträge, das Verhältnis zu internationalen Organisationen, das Entstehen von transnational tätigen Schweizer Unternehmen und ihre Haltung zu Bundesbern sowie die innenpolitische Debatte über die Rolle der Schweiz in der Welt.
Sprache Deutsch
Begrenzung max. 30 Teilnehmende
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme / 4 Credits
Kontakt daniel.speich@unilu.ch
Literatur Lektüre zur Vorbereitung:
Bairoch, Paul und Martin Körner (Hg.) 1990: Die Schweiz in der Weltwirtschaft (15.-20.Jh.), Zürich: Chronos; Lüthi, Barbara, Patricia Purtschert und Francesca Falk (Hg.) 2012: Postkoloniale Schweiz. Formen und Folgen eines Kolonialismus ohne Kolonien, Bielefeld: Transcript