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Kaufleute, Betrüger, Waffenhändlerinnen: Mittelalterliche Wirtschaftsquellen in neuer Perspektive


Dozent/in PD Dr. phil. Michael Jucker
Veranstaltungsart Übung
Code HS201480
Semester Herbstsemester 2020
Durchführender Fachbereich Geschichte
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e wöchentlich (Mo), ab 14.09.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus wöchentlich
Inhalt Im Verlauf des Mittelalters werden Kaufleute, HändlerInnen zu einer bestimmenden Grösse in der Wirtschaftswelt der Städte. Sie reisen durch die Welt, bringen exotische Produkte nach Europa und treiben Handel mit unterschiedlichen Kulturen und Regionen. Der Handel floriert und Kaufmannsfamilien steigen zu wichtigen Playern in der Politik auf. Sie beliefern Höfe mit Gütern, machen Politik in den Städten und finanzieren Kriege der Fürsten und Könige. Gleichzeitig eröffnen sich Möglichkeiten für Fälschungen und Betrüger. Aber auch der Waffenhandel floriert und hier nehmen Frauen bisweilen interessante Funktionen wahr. Die Wirtschaftsgeschichte soll in dieser Übung über gedruckte und ungedruckte Quellen, wie Kaufmannsbriefe, Rechnungen, Tagebücher und Gerichtsurteile erschlossen werden. Aber auch bildliche Darstellungen und literarische Quellen sollen beigezogen werden. Die Übung bietet dabei Einblicke in verschiedene Berufsfelder, Handels- und Wirtschaftsformen, Praktiken, Netzwerkbildungen, Reisen und Fremdwahrnehmungen.
Sprache Deutsch
Begrenzung max. 20 Teilnehmende
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme / 4 Credits
Kontakt michael.jucker@unilu.ch
Literatur Mark Häberlein/Christof Jeggle (Hg.), Praktiken des Handels. Geschäfte und soziale Beziehungen europäischer Kaufleute in Mittelalter und früher Neuzeit, Konstanz 2010.