Sie sind nicht angemeldet

Im Grenzgebiet von Gesundheitsökonomie und Ethik – Eine interdisziplinäre Herangehensweise an herausfordernde Fragestellung zu Gesundheit und Krankheit


Dozent/in Prof. Dr. Konstantin Beck; Prof. Dr. theol. dipl. sc. pol. Stephan Wirz
Veranstaltungsart Seminar
Code HS201511
Semester Herbstsemester 2020
Durchführender Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Studienstufe Master
Termin/e Di, 15.09.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, Online
Di, 22.09.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, Z_OLAT
Di, 29.09.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 06.10.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 13.10.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 20.10.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 27.10.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 03.11.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 10.11.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 17.11.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 24.11.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 01.12.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Di, 15.12.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 14
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus wöchentlich
15.9.: Zoom Live Stream
22.9.: OLAT
Ab 29.9.: Präsenzunterricht
Inhalt Die Veranstaltung behandelt ethisch schwierige Fragestellungen aus dem Gebiet der Gesundheitsökonomie. Sie betont dabei das Interdisziplinäre. Sie fördert das Verständnis der Studierenden für das jeweils andere Fachgebiet, vermittelt TheologInnen einen Zugang zur Denkweise der Ökonomie und gibt ÖkonomInnen Einblicke in das Denken und Argumentieren im Rahmen der theologischen Ethik.

In einer Welt mit begrenzenten Mitteln kann der Wunsch nach einer optimalen und umfassenden medizinischen Versorgung jedes Einzelnen an Grenzen stossen, wie uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie vor Augen geführt hat. Darf medizinisches Handeln ökonomisch bewertet werden? Gibt es einen Anspruch auf vollständige Gesundheit und Lebensglück? Sollen die medizinischen Möglichkeiten bis zum Letzten ausgereizt werden, um vielleicht nur wenige Tage und Wochen weiterzuleben? Welchen Stellenwert haben Reproduktion, Geburt, Alter und Tod in unserer Gesellschaft? Mit diesen Fragen sehen sich Patient, Arzt, Krankenkassen-Manager und nicht zuletzt Stimmbürgerinnen und Stimmbürger tagtäglich schwierigen ethischen Zielkonflikten ausgeliefert.

Inwiefern können theologische Ethik und/oder ökonomisches Kalkül zur Lösung dieser Zielkonflikte beitragen? Und welche Konzepte sind in den beiden Disziplinen verfügbar, um die getroffene Lösung bewerten zu können? Schadet oder nützt den Betroffenen beispielsweise das Konzept, dass das Leben keinen Preis haben soll oder haben darf? Und was verstehen ÖkonomInnen unter dem Preis des Lebens?

Diese Veranstaltung setzt kein Glaubensbekenntnis voraus. Es geht vielmehr darum, den Umgang der (tendenziell) positiven und wertfreien Ökonomie mit normativen Fragestellungen zu analysieren und die theologische Ethik als hilfreiches und oft grundlegendes Konzept bei der Behandlung solcher Fragen kennenzulernen. Plakativ ausgedrückt geht es um den Gegensatz zwischen der reinen Nutzenoptimierung und der Würde des Menschen. Die Veranstaltung hat ihr Ziel erreicht, wenn die Studierenden, ihr eigenes Fachgebiet kritisch hinterfragend, das fremde Fachgebiet als Bereicherung des eigenen Denkkonzepts erfahren.
E-Learning Die Literatur wird vor Semesterbeginn auf OLAT abgelegt.
Lernziele Die Studierenden kennen die Grundsätze ökonomischen Argumentierens bei der Zuteilung knapper Mittel im Gesundheitswesen und verstehen die ethischen Überlegungen zu Gesundheit und Krankheit. Sie können diese Zusammenhänge (und auch Zielkonflikte) fach-fremden Zuhörern verständlich kommunizieren.
Voraussetzungen Bachelorkenntnisse Ökonomie respektive Theologie
Voraussetzung für 3 Credits: Seminar-Vortrag bzw. Protokoll*

* Anforderung zur Erlangung der 3 Credits

Vortrag
• Der Vortrag ist Voraussetzung für Credits
• Der Vortrag muss genügend sein (Note = 4.0). Bei ungenügendem Vortrag ist eine ergänzende Arbeit vorzusehen (noch offen).
• PPT Folien sind eine Woche vor dem Vortrag vorzulegen und mit dem Dozenten zu besprechen.
• Vortragszeiten (30’) sollen eingehalten werden (Sowohl als minimale als auch als maximale Vorgabe).
Protokoll (bei grosser Anzahl Studierender):
• Zweite Möglichkeit zur Erlangung der Credits
• Das Protokoll umfasst den Vortrag und die anschliessende Seminardiskussion
• Es muss spätestens 2 Woche nach dem jeweiligen Seminar eingereicht sein und wird korrigiert
• Ungenügende Protokolle bedürfen der Nachbesserung.
Sprache Deutsch
Begrenzung maximal 18 Teilnehmer
Anmeldung Für den Besuch der Lehrveranstaltung / Übung wird die Einschreibung über die E-Learning-Plattform OLAT vorausgesetzt. Die Einschreibung ist vom 31. August bis 25. September 2020 möglich. Die Studierenden sind selbst dafür verantwortlich, die Anrechenbarkeit der Lehrveranstaltung an ihren Studiengang zu überprüfen. Direktlink zum OLAT-Kurs:
https://lms.uzh.ch/url/repositoryentry/16800973049
Leistungsnachweis ***WICHTIG*** Um Credits zu erwerben, resp. an der Prüfung teilzunehmen, ist eine Anmeldung über das Uni-Portal innerhalb der Prüfungsanmeldefrist ZWINGEND ERFORDERLICH. Weitere Informationen zur Anmeldung: www.unilu.ch/wf/pruefungen
Für Studierende der Theologischen Fakultät ist keine solche Anmeldung möglich und erforderlich.
Abschlussform / Credits Referat / Vortrag / 3 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Bestätigte Teilnahme mit Zusatzleistung / 3 Credits (für Modul Fachbereich Ethik)
Hinweise Das Seminar wird mit vier einführenden Vorlesungen, je zwei theologischen und zwei ökonomischen eröffnet, um den Teilnehmenden ein gewisses Verständnis des anderen Fachgebiets zu vermitteln. Im zweiten Teil folgen Seminar-Vorträge der Studierenden.
Hörer-/innen Nein
Kontakt Konstantin.Beck@css-institut.ch
stephan.wirz@doz.unilu.ch
Literatur Die Literatur wird vor Semesterbeginn auf OLAT abgelegt.