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Stimmungen in der heutigen Philosophie des Geistes


Dozent/in PD Dr. phil. Ingrid Vendrell Ferran
Veranstaltungsart Hauptseminar
Code HS201537
Semester Herbstsemester 2020
Durchführender Fachbereich Philosophie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Di, 22.09.2020, 14:15 - 16:00 Uhr, U1.308
Fr, 06.11.2020, 10:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Sa, 07.11.2020, 10:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Fr, 04.12.2020, 10:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Sa, 05.12.2020, 10:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Wöchentlich
Inhalt Im Vergleich zu den Emotionen, die in den vergangenen Jahren zu einem der Hauptinteressen der Philosophie des Geistes geworden sind, sind die Stimmungen bislang eher wenig untersucht worden. Dennoch stellen Stimmungen einen sehr interessanten Fall dar. Stimmungen haben eine bestimme Phänomenologie, d.h. sie fühlen sich in einer Art und Weise an, die den Emotionen stark ähnelt. Im Unterschied zu den Emotionen, die intentional gerichtet sind, scheinen Stimmungen jedoch nicht objektgerichtet zu sein. Heiterkeit, Gelassenheit, Melancholie etc. scheinen sich auf alles zu richten; dennoch fehlt ihnen ein konkretes Objekt. In diesem Seminar werden wir uns mit dem Thema „Stimmungen“ beschäftigen. Wir werden folgende Fragen behandeln: Inwiefern sind Stimmungen mit Emotionen verbunden? Sind Stimmungen objektlos, oder kann ihnen Intentionalität zugeschrieben werden? Und falls sie intentional sind, welche Art von Intentionalität zeigen sie? Diese Fragen werden wir anhand von aktuellen Texten der Philosophie des Geistes behandeln.

Lernziele - Vergleich zwischen Stimmungen und Emotionen
- Intentionalität in der Philosophie des Geistes
- Natur und Funktion der Stimmungen
Voraussetzungen Besuch von mindestens einem Proseminar in Philosophie mit abgeschlossener (benoteter) schriftlicher Seminararbeit. (Ausnahme: Freie Studienleistungen)
Sprache Deutsch
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme (Referat, Essay, Protokoll) / 4 Credits (für alle Module ohne anderslautende Angabe)
Bestätigte Teilnahme mit Zusatzleistung / 3 Credits (für Modul Philosophie)
Benotete schriftliche Arbeit / 6 Credits (für Modul Philosophie)
Bestätigte Teilnahme und Referat, Essay, Protokoll / 3 Credits (für Modul Philosophie)
Benotete schriftliche Arbeit / 6 Credits (für Modul Philosophie)
Hörer-/innen Ja
Kontakt ingrid.vendrell@doz.unilu.ch / ingrid.vendrell@doz.unilu.ch
Literatur Chomanski, B. (2017). What makes Up a Mood Experience? Journal of Consciousness Studies 24 (5-6), 104 – 127.

Crane, T. (1998). Intentionality as the Mark of the Mental. In A. O’Hear (ed.), Contemporary Issues in the Philosophy of Mind (229–251). Cambridge: Cambridge University Press.

Gallegos, F. (2017). Moods are not Colored Lenses: Perceptualism and the Phenomenology of Moods. Philosophia 45 (4):1497-1513.

Goldie, Peter. (2008). “Freud and the Oceanic Feeling”. In W. Lemmens & W. van Herck (eds.) Religious Emotions: Some Philosophical explorations. Cambridge: Cambridge Scholars Publishing, pp. 219 - 229.

Kriegel, U. (2019). The Intentional Structure of Moods. Philosophers’ Imprint 19 (49). 1 – 20.

Mendelovici, A. (2013). Intentionalism about Moods. Thought, 2, 126–136.

Mitchell, J. (2018). The Intentionality and Intelligibility of Moods. European Journal of Philosophy, 27, 118–135.

Price, C. (2006). Affect Withtout Object: Moods and Objectless Emotions. European Journal of Analytic Philosophy 2 (1): 49 – 68.

Rossi, M. (2019). A Perceptual Theory of Moods. Synthese. Sizer, L. (2000). Towards a Computational Theory of Mood. British Journal of Philosophy of Science 51: 743 – 769.