| Dozent/in |
Prof. Dr. iur. Roland Norer |
| Veranstaltungsart |
Seminar |
| Code |
HS211143 |
| Semester |
Herbstsemester 2021 |
| Durchführender Fachbereich |
Seminare |
| Studienstufe |
Bachelor |
| Termin/e |
Do, 20.05.2021, 12:15 - 13:00 Uhr, HS 4 (Einführungsveranstaltung) |
| Inhalt |
Die Rückkehr der Large Carnivores (grosse Beutegreifer), insbesondere Wolf, Bär und Luchs, sorgt seit Jahren für hitzige Diskussionen, die sich nicht zuletzt in einer rekordverdächtigen Anzahl an parlamentarischen Vorstössen manifestiert. Zuletzt hat die an der Urne erfolgreiche Initiative gegen die geplante Revision des Jagdgesetzes den tiefen Graben zwischen den städtisch geprägten Räumen und den ländlichen Regionen bei diesem Thema aufgezeigt.
Dabei werden mit Artenschutz und Biodiversität eine Vielzahl an rechtlichen Themen angesprochen: Jagdrecht und Naturschutzrecht, aber auch Agrarrecht, Umweltrecht, Waldrecht oder Tierschutzrecht. Dazu kommen die Vorgaben der Berner Konvention und anderer internationaler Regelwerke, von grossem Interesse ist aber auch das europarechtliche Regime der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Dies umso mehr, als diese Wildtiere in der Regel grosse Lebensräume, unabhängig von politischen Grenzen, beanspruchen. Der strenge Schutz führt insbesondere beim Wolf zu Konflikten mit der Landwirtschaft und der Frage legaler Vergrämungen und Entnahmen angesichts der geforderten Alternativenprüfung (Herdenschutzmassnahmen, Entschädigungen). Konflike bestehen aber auch hinsichtlich der Jagd und damit verbunden den Auswirkungen auf den Wildverbiss, insbesondere im Schutzwald (Naturgefahrenprävention). Nicht zuletzt ist die politische Debatte neuer Anläufe zur Reform des Jagdrechts und damit das Ringen um eine Koexistenz zwischen Beutegreifern und menschlichen Aktivitäten bereits angelaufen.
Eine Exkursion im Raum Uri mit Vertretern des Kantons, insbesondere der Wildhut, ist zur Abrundung des Seminars geplant, ebenso wie ein Einblick in das neu gegründete, in Altdorf ansässige Urner Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern. |
| Lernziele |
Die Teilnehmenden sollen die aktuelle politische Debatte rechtlich einordnen und bewerten. Lernziele sind die Auseinandersetzung mit dem Völkerrecht, Europarecht und nationalen Recht zum Artenschutz und darauf aufbauend die konkrete Anwendung in der Gerichts- und Verwaltungspraxis. |
| Voraussetzungen |
Formal: Bestandene Erstjahresarbeit und bestandenes Proseminar
Inhaltlich: Öffentliches Recht (Bundesstaatsrecht + Grundrechte), Öffentliches Recht (Allgemeines Verwaltungsrecht I + II), Europarecht |
| Sprache |
Deutsch |
| Begrenzung |
Ja, 18 |
| Leistungsnachweis |
Seminararbeit und aktive Teilnahme am Seminar. Die Gesamtleistung wird benotet. |
| Abschlussform / Credits |
Benotete schriftliche Arbeit und Referat / 4 Credits
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| Hinweise |
Durchführung: 21. - 23. Oktober 2021 in Altdorf (UR), Hotel Höfli/TriffAltdorf
Kosten ca. CHF 150.- |
| Hörer-/innen |
Nein |
| Kontakt |
Allgemeine Informationen: seminar-rf@unilu.ch
Inhaltliche Fragen: roland.norer@unilu.ch
colette.peisker2@unilu.ch |
| Material |
Bei der Inputveranstaltung werden Materialien sowie eine Literaturliste zur Verfügung gestellt. |
| Anzahl Anmeldungen |
12 von maximal 18 |