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Gott nach der Philosophie: Die Rolle der Religionen in der Philosophiegeschichte


Dozent/in Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia
Veranstaltungsart Hauptvorlesung
Code HS211337
Semester Herbstsemester 2021
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Di, 21.09.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 28.09.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 05.10.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 12.10.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 19.10.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 26.10.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 02.11.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 09.11.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 16.11.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 23.11.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 30.11.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, 3.B55
Di, 07.12.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, ZOOM
Di, 14.12.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, ZOOM
Di, 21.12.2021, 14:15 - 16:00 Uhr, ZOOM
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Kein Turnus
Inhalt In unserer Zeit wird die Philosophie oft agnostisch konzipiert, das heisst als ob Gott nicht existiere. Nicht selten rühmt sie sich, sich von der Religion emanzipiert zu haben.
In der Philosophiegeschichte war Religion jedoch oft ein Anreiz für die Philosophie und ein wichtiges Labor für die Entwicklung philosophischer Konzepte und Themen. Darüber hinaus war es eine Plattform für den Dialog zwischen Judentum, Christentum und Islam.
In unseren Tagen ist in der Tat die Religionsphilosophie eine sehr lebendige und lebhafte Disziplin, insbesondere im Kontext der analytischen Philosophie.
Ziel des Kurses ist es, die Beziehung zwischen Philosophie und Religion in der Philosophiegeschichte und in der zeitgenössischen Debatte zu untersuchen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Themas der Antwort auf die Frage: „Was ist Gott?“, nämlich auf die Frage nach seinem Wesen.
Zu den interessanten Dingen, die auftauchen werden, gehören zum Beispiel die folgenden:
Der Jude Philo von Alexandrien, der Muslim Avicenna und der Christ Thomas von Aquin haben dieselbe Idee geteilt, dass Gott das Sein selbst sei. Und noch interessanter: diese Lehre von Gott als Sein selbst ist nicht das Produkt der Abrahamitischen Religionen, sondern geht auf den „heidnischen“ Philosophen Platon, bzw. die neuplatonische Tradition zurück.
Aber wenn Gott das Sein selbst ist, kann er dann gleichzeitig auch als eine Person aufgefasst werden? Denn eine Person ist in der Tat individuell und einzigartig, hingegen erscheint Sein als die universellste und allgemeinste aller Eigenschaften. Darum lautet die Frage: Ist der Gott der Religionsphilosophen – das Sein selbst – vereinbar mit dem persönlichen Gott der Torah, des Korans und des Evangeliums?
Die Antwort auf diese Frage ist eine der lebendigsten heutzutage innerhalb der analytischen Religionsphilosophie. Kurz gesagt, die Debatte war und ist noch sehr lebendig und die Vorlesung wird die Teilnehmenden darin involvieren.
Lernziele Die Studierenden machen sich im Seminar mit wesentlichen, jedoch oft ignorierten, Aspekten der Philosophiegeschichte vertraut. Durch das Prisma der Frage „Was ist Gott?“ gewinnen sie einen umfassenden Blick auf den mit dieser Frage verbundenen religionsphilosophischen Themenkomplex. Historisch bewusst beteiligen sie sich dann an den lebhaften Debatten, die sich in unserer Zeit weiterentwickeln. Sie können dabei die Hauptargumentationslinien nachvollziehen, eigene Fragen bzw. Thesen formulieren und sich kritisch mit den verschiedenen Stellungsnahmen auseinandersetzen.
Sprache Deutsch
Prüfung TF: Schriftliche unbenotete Prüfung (2 Cr)
Schriftliche benotete Prüfung (3 Cr)

KSF: Schriftliche benotete Prüfung (2 Cr)
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits
siehe "Prüfung" / 0 Credits
Benotete schriftliche Prüfung / 3 Credits
Benotete schriftliche Prüfung / 2 Credits
Hinweise TF: Pflichtinhalte gem. SPO 2013: Philosophie: Metaphysik, Philosophiegeschichte
Hörer-/innen Ja
Kontakt philosophie_tf@unilu.ch; mostafa.najafi@unilu.ch; josua.schoechli@unilu.ch
Literatur Cobb and Griffin: John B. Cobb Jr. and David Ray Griffin, Process Theology: An Introductory Exposition (Philadelphia, PA: Westminster Press, 1976).

Alvin Plantinga, Does God Have a Nature?, Milwaukee, Wis.: Marquette University Press, 1980.

Clark H. Pinnock, Richard Rice, John Sanders, William Hasker, and David Basinger. The Openness of God: A Biblical Challenge to the Traditional Understanding of God (Downers Grove, Ill.: InterVarsity, 1994).

Eleonore Stump.The God of the Bible and the God of the Philosophers. Milwaukee, MN: Marquette University Press, 2016.

Giovanni Ventimiglia, Is the Thomistic Doctrine of God as "Ipsum Esse Subsistens" Consistent? (European Journal for Philosophy of Religion, 4 (2018), 161-191.

Weitere Literatur wird zu Vorlesungsbeginn bekanntgegeben.