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Mittelalterliche Leidenschaften


Dozent/in Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia
Veranstaltungsart Lektürekurs/Proseminar
Code HS211476
Semester Herbstsemester 2021
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Do, 23.09.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 30.09.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 07.10.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 14.10.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 21.10.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 28.10.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 11.11.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 18.11.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 25.11.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B47
Do, 09.12.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, ZOOM
Do, 16.12.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, ZOOM
Do, 23.12.2021, 10:15 - 12:00 Uhr, ZOOM
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Kein Turnus
Inhalt Welche sind die „Leidenschaften“ heute? Wie werden sie heute klassifiziert? Welche waren die Leidenschaften in der mittelalterlichen Philosophie und wie waren sie damals klassifiziert? Haben die Leidenschaften, nach den mittelalterlichen Authoren, eine wesentliche Beziehung zum Körper oder sind sie nur Eigenschaften der Seele? Welche Art von Kausalität besteht zwischen Leidenschaften und ihnen entsprechenden körperlichen Ausdrücken? Kann man von einer „Intentionalität“ der Leidenschaften sprechen? Welche war die „Biochemie“ der Leidenschaftenim Mittelalter? Gibt es „gute“ und „schlechte“ Leidenschaften? Gibt es einen Unterschied zwischen Leidenschaften und Lastern? Muss man, um tugendhaft zu sein, auf die Leidenschaften verzichten oder sie vielmehr für diesen Zweck kultivieren? Welches Verhältnis besteht zwischen Leidenschaften und Zeit? Gibt es Leidenschaften Gottes? Und wie ist es mit der Liebe: gibt es Liebe ohne Leidenschaft? Woran liegt der Unterschied zwischen Wut als Leidenschaft oder als Laster? Wir werden im Proseminar anhand ausgewählter Quellen aus dem Mittelalter uns mit diesen Fragen beschäftigen.
Lernziele Die Studierenden setzen sich gemeinsam mit mittelalterlichen Philosophen mit Grundfragen bezüglich der Leidenschaften auseinander. Sie gewinnen dabei einen Überblick über die Emotionstheorien und machen sich mit einigen klassischen philosophischen Texten vertraut. Darüber hinaus werden sie die Kerngedanken dieser Texte nachvollziehen und in eigenen Worten wiedergeben können. In Form einer Präsentation werden die Studierenden weiterhin die Möglichkeit haben, eigene Fragen zur Argumentation und zum Inhalt philosophiescher Quellen zu formulieren, darauf einzugehen und mit Mitstudierenden zu diskutieren.
Sprache Deutsch
Begrenzung Max. 22 Teilnehmende
Prüfung TF: Bestätigte Teilnahme mit Impuls-Referat (1 Cr)
Unbenoteter Leistungsnachweis: Referat (2 Cr)
Schriftliche benotete Arbeit (4 Cr)

KSF: Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr)
Abschlussform / Credits siehe "Prüfung" / 0 Credits
Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Credits
Hinweise Die Teilnahme an der 1. Sitzung am 23.09.2021 ist verpflichtend.

TF: Pflichtinhalte gem. SPO 2013: Philosophie: Anthropologie; Einführung in die Philosophie; Erkenntnistheorie und Logik; Philosophiegeschichte; Praktische Philosophie/ Ethik
Hörer-/innen Ja
Kontakt philosophie_tf@unilu.ch; mostafa.najafi@unilu.ch; josua.schoechli@unilu.ch
Literatur Perler, D. „Lässt sich Angst rational steuern? Thomas von Aquins Emotionentheorie in systematischer Sicht“, in: Philosophisches Jahrbuch 116 (2009), 245–268.

Kenny, A. Action, Emotion and Will. London New York: Routledge 1963 (reprint: Routledge 2003); die ersten 3 Kapitel.

Brungs, A. Metaphysik der Sinnlichkeit. Das System der Passiones Animae bei Thomas von Aquin. Halle a.d. Saale: Halle