Dozent/in |
Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia |
Veranstaltungsart |
Lektürekurs/Proseminar |
Code |
HS211477 |
Semester |
Herbstsemester 2021 |
Durchführender Fachbereich |
Theologie |
Studienstufe |
Bachelor
Master |
Weitere Daten |
Lehrveranstaltungsbeginn: Do., 23.09., 10:15 - 12:00
Die Aufschaltung der Podcasts auf OLAT erfolgt spätestens eine Woche nach der Präsenzveranstaltung. |
Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
Turnus |
Kein Turnus |
Inhalt |
Welche sind die „Leidenschaften“ heute? Wie werden sie heute klassifiziert? Welche waren die Leidenschaften in der mittelalterlichen Philosophie und wie waren sie damals klassifiziert? Haben die Leidenschaften, nach den mittelalterlichen Authoren, eine wesentliche Beziehung zum Körper oder sind sie nur Eigenschaften der Seele? Welche Art von Kausalität besteht zwischen Leidenschaften und ihnen entsprechenden körperlichen Ausdrücken? Kann man von einer „Intentionalität“ der Leidenschaften sprechen? Welche war die „Biochemie“ der Leidenschaftenim Mittelalter? Gibt es „gute“ und „schlechte“ Leidenschaften? Gibt es einen Unterschied zwischen Leidenschaften und Lastern? Muss man, um tugendhaft zu sein, auf die Leidenschaften verzichten oder sie vielmehr für diesen Zweck kultivieren? Welches Verhältnis besteht zwischen Leidenschaften und Zeit? Gibt es Leidenschaften Gottes? Und wie ist es mit der Liebe: gibt es Liebe ohne Leidenschaft? Woran liegt der Unterschied zwischen Wut als Leidenschaft oder als Laster? Wir werden im Proseminar anhand ausgewählter Quellen aus dem Mittelalter uns mit diesen Fragen beschäftigen. |
Lernziele |
Die Studierenden setzen sich gemeinsam mit mittelalterlichen Philosophen mit Grundfragen bezüglich der Leidenschaften auseinander. Sie gewinnen dabei einen Überblick über die Emotionstheorien und machen sich mit einigen klassischen philosophischen Texten vertraut. Darüber hinaus werden sie die Kerngedanken dieser Texte nachvollziehen und in eigenen Worten wiedergeben können. In Form einer Präsentation wer-den die Studierenden weiterhin die Möglichkeit haben, eigene Fragen zur Argumentation und zum Inhalt philosophiescher Quellen zu formulieren, darauf einzugehen und mit Mitstudie-renden zu diskutieren. |
Sprache |
Deutsch |
Begrenzung |
Max. 22 Teilnehmende |
Prüfung |
Bestätigte Teilnahme mit Impuls-Referat (1 Cr)
Unbenoteter Leistungsnachweis: Referat (2 Cr)
Schriftliche benotete Arbeit (4 Cr) |
Abschlussform / Credits |
siehe "Prüfung" / 0 Credits
Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
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Hinweise |
Live-Zuschaltung zum Präsenzmodus und Podcasts (wöchentlich)
Die Live-Teilnahme an der ersten Sitzung (23.09.2021) ist verpflichtend, für die allgemeine Vorstellung des Seminars und die Planung der Sitzungen.
Grundsätzlich müssen Studierende an mind. 6 Sitzungen live dabei sein. Wenn dies nicht möglich ist, ist eine Kontaktaufnahme mit den Seminarverantwortlichen über philosophie_tf@unilu.ch erforderlich.
Pflichtinhalte gem. SPO 2013: Philosophie: Anthropologie, Einführung in die Philosophie, Philosophiegeschichte, Praktische Philosophie/Ethik |
Hörer-/innen |
Nein |
Kontakt |
philosophie_tf@unilu.ch; mostafa.najafi@unilu.ch; josua.schoechli@unilu.ch |
Literatur |
Perler, D. „Lässt sich Angst rational steuern? Thomas von Aquins Emotionentheorie in systematischer Sicht“, in: Philosophisches Jahrbuch 116 (2009), 245–268.
Kenny, A. Action, Emotion and Will. London New York: Routledge 1963 (reprint: Routledge 2003); die ersten 3 Kapitel.
Brungs, A. Metaphysik der Sinnlichkeit. Das System der Passiones Animae bei Thomas von Aquin. Halle a.d. Saale: Halle |