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Antike und Mittelalterliche Leidenschaften


Dozent/in Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia
Veranstaltungsart Lektürekurs/Proseminar
Code HS231348
Semester Herbstsemester 2023
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Di, 19.09.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 26.09.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 03.10.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 10.10.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 17.10.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 24.10.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 31.10.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 07.11.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 14.11.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 21.11.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 28.11.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 05.12.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 12.12.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Di, 19.12.2023, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B52
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Inhalt Welche sind die „Leidenschaften“ heute? Wie werden sie heute klassifiziert? Welche waren die Leidenschaften in der antiken und mittelalterlichen Philosophie und wie waren sie damals klassifiziert? Haben die Leidenschaften, eine wesentliche Beziehung zum Körper oder sind sie nur Eigenschaften der Seele? Kann man von einer „Intentionalität“ der Leidenschaften sprechen? Welche war die "Biochemie" der Leidenschaften im Mittelalter? Gibt es „gute“ und „schlechte“ Leidenschaften? Gibt es einen Unterschied zwischen Leidenschaften und Lastern? Muss man, um tugendhaft zu sein, auf die Leidenschaften verzichten oder sie vielmehr für diesen Zweck kultivieren? Welches Verhältnis besteht zwischen Leidenschaften und Zeit? Gibt es Leidenschaften Gottes? Und wie ist es mit der Liebe: gibt es Liebe ohne Leidenschaft? Woran liegt der Unterschied zwischen Wut als Leidenschaft oder als Laster? Wir werden uns im Proseminar anhand ausgewählter Quellen der antiken und mittelalterlichen Philosophie mit diesen Fragen beschäftigen.
Lernziele Die Studierenden setzen sich anhand antiker und mittelalterlicher philosophischer Quellen mit Grundfragen bezüglich der Leidenschaften auseinander. Sie gewinnen dabei einen Überblick über die Emotionstheorien und machen sich mit einigen klassischen philosophischen Texten vertraut. Darüber hinaus werden sie die Kerngedanken dieser Texte nachvollziehen und in eigenen Worten wiedergeben können. In Form einer Präsentation werden die Studierenden die Möglichkeit haben, eigene Fragen zur Argumentation und zum Inhalt philosophischer Quellen zu formulieren, darauf einzugehen und mit Mitstudierenden zu diskutieren.
Sprache Deutsch
Begrenzung Max. 30 Teilnehmende
Prüfung - Bestätigte Teilnahme mit Impuls-Referat (1 Cr) (= Bestätigte Teilnahme)
- Unbenotetes Referat (2 Cr) (= Unbenoteter Leistungsnachweis)
- Benotete schriftliche Arbeit (4 Cr)
- KSF: Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr)*
* Verpflichtend und vorbehalten für Anrechnung in KSF-Modulen. Gilt nicht für RWP-Studierende.
Abschlussform / Credits Bestätigte Teilnahme / 1 Credits
Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
Benotete schriftliche Arbeit / 4 Credits
Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Credits
kein Abschluss / 0 Credits
Entscheidung im November / 0 Credits
Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits
Hinweise Die Teilnahme in der 1. Woche ist verpflichtend, für die allgemeine Vorstellung des Seminars und die Planung der Sitzungen.

Pflichtinhalt(e) für Vollstudium Theologie:
Philosophie: Anthropologie;
Philosophie: Philosophiegeschichte

KSF: Die Veranstaltung gilt als Proseminar.
Hörer-/innen Ja
Kontakt philosophie_tf@unilu.ch
Literatur Aristoteles, D. Frede (Übers.). Nikomachische Ethik. Berlin, Boston: De Gruyter, 2020. Thomas von Aquin, Bernhard Ziermann. Die Menschlichen Leidenschaften: I - II 22-48, Heidelberg: Kerle 1955.

Perler, D. „Lässt sich Angst rational steuern? Thomas von Aquins Emotionentheorie in systematischer Sicht“, Philosophisches Jahrbuch 116 (2009), 245–268. Kenny, A. Action, Emotion and Will. London, New York: Routledge 1963 (reprint: Routledge 2003); die ersten 3 Kapitel. Brungs, A. Metaphysik der Sinnlichkeit. Das System der Passiones Animae bei Thomas von Aquin. Halle a.d. Saale: Halle.