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Der demokratische Rechtsstaat - eine Ideengeschichte. Zur Rechtskultur des Westens und der Westkirche


Dozent/in Prof. Dr. iur. can. et lic. theol. Adrian Loretan;
Veranstaltungsart Lektürekurs
Code HS251311
Semester Herbstsemester 2025
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Fr, 19.09.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 26.09.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 03.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 10.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 17.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 24.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 31.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 07.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 14.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 21.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 28.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 05.12.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 12.12.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Fr, 19.12.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Weitere Daten Eine Einleitung zum Buch "Der demokratische Rechtsstaat - eine Ideengeschichte" erfolgt am 1. Okt. in der Jesuitenkirche um 18 Uhr mit anschliessendem Apéro (Abschiedsvorlesung)
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Kein Turnus
Inhalt Der Westen ist das Ergebnis des Mit- und Gegeneinanders zweier Rechtsinstitutionen (Kirche und Staat) bzw. zweier Rechtswissenschaften. Letztere kennen einen gemeinsamen Rechtsbegriff und eine gemeinsame Vernunftphilosophie, das Naturrecht. Das Naturrechtsdenken des Mittelalters, das mit einer säkularen Vernunft argumentieren konnte, lieferte für das säkulare Vernunftdenken der Aufklärung entscheidende Grundlagen, die zur Entwicklung des modernen Rechtsstaates anregten. Darauf werden die modernen Verfassungsentwicklungen der USA und Frankreichs aufbauen, so Habermas.Mit den modernen Verfassungen geben sich die politisch vereinigten rechtsfähigen Personen die allgemeinen Gesetze selbst, die eine gleiche Verteilung subjektiver Rechte erst begründen. In der demokratischen Gesetzgebung wird der revolutionäre Gedanken der Selbstgesetzgebung (Autonomie) vorausgesetzt. Diese Form der Selbstgesetzgebung ist auch das Modell für den naturrechtlichen Autonomiebegriff Kants. Aber zuvor argumentiert schon die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776 vom Naturrecht her und beruft sich unter Anrufung des Weltenrichters auf die Ermächtigung des Volkes.
Schlagworte Nachhaltigkeit; Gender/Diversity
Lernziele Eine Monografie im Aufbau und in der Argumentation verstehen, analysieren und evaluieren lernen.
Voraussetzungen Einleitung Kirchenrecht/Staatskirchenrecht (oder ein Jus-Studium oder Politologiestudium)
Sprache Deutsch
Anmeldung Für die Abschiedsvorlesung vom 1. Okt. 2025 müssen sich auch die immatrikulierten Studierenden anmelden bei: andrea.murer@unilu.ch
Prüfung - Bestätigte Teilnahme mit Referat (2 Cr) (= Benotete Prüfung)
- Mögliche Zusatzleistung: nach Absprache (+1 Cr)

Referate werden benotet und gelten als Äquivalent zu einer benoteten Prüfung in einer Vorlesung.
Abschlussform / Credits Benotete Prüfung / 2 Credits
kein Abschluss / 0 Credits
Entscheidung im November / 0 Credits
Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits
Hinweise Die Teilnahme an der 1. Sitzung oder eine verbindliche Absprache mit dem Dozenten in der 1. Semesterwoche per E-Mail ist verpflichtend.

Pflichtinhalt(e) für Vollstudium Theologie:
Kirchenrecht/Staatskirchenrecht: Rechtliches Verhältnis von Staat und Kirche, Verfassungsrecht der Kirche
Hörer-/innen Ja
Kontakt adrian.loretan@unilu.ch
Literatur Adrian Loretan, Der demokratische Rechtsstaat - eine Ideengeschichte. Zur Rechtskultur des Westens und der Westkirche.- open access: LINK zum Buch kommt IM MAI 2025 (d.h. gratis für Teilnehmende)- auch als Buch gedruckt erhältlich- Ein Fernsehgespräch mit Heinrich August Winkler, Der Westen, mächtig und angreifbar (NZZ Standpunkte 2015), unter: https://www.youtube.com/watchv=Q2x6bdDSRQM&list=PLlhMaiGeSJ8knji6Bk2dPuQa45U3x33Mj- Heinrich August Winkler, Geschichte des Westens. Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert, München ab 2009, Bd. I–IV. Ders. Der lange Weg nach Westen. Deutsche Geschichte, Bd.1 und Bd. 2., München 2000.- Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie, Berlin 2019 (2 Bd.)