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Was gibt es überhaupt? Antworten aus der griechischen, arabischen, lateinischen sowie zeitgenössischen analytischen Metaphysik


Dozent/in Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia; Dr. des. Mostafa Najafi
Veranstaltungsart Hauptvorlesung
Code HS251343
Semester Herbstsemester 2025
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Di, 16.09.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 23.09.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 30.09.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 07.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 14.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 21.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 28.10.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 04.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 11.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 18.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 25.11.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 02.12.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 09.12.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Di, 16.12.2025, 10:15 - 12:00 Uhr
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Inhalt Die Frage „Was gibt es überhaupt?“ beschäftigt Philosophen seit der Antike und hat zu vielfältigen Antworten geführt. In dieser Vorlesung werden wir die ontologischen Positionen von Denkern aus der griechischen, arabischen und lateinischen Tradition (z.B. Parmenides, Platon, Aristoteles, al-Farabi, Ibn Sina, Ibn Rušd, Thomas von Aquin) sowie der zeitgenössischen analytischen Philosophie (z.B. Frege, von Meinong, Russell, Quine, Geach, Kenny, Miller, McGinn, van Inwagen, McDaniel, Vallicella) untersuchen. Dabei betrachten wir insbesondere drei Hauptansätze:1. Universaler Existenzansatz: Alles existiert, einschliesslich abstrakter Ideen und paradox erscheinender Konzepte wie „warmes Eis am Stiel“ oder „viereckige Kreise“. 2. Konkreter Realismus: Es existieren ausschliesslich konkrete Individuen, während abstrakte Entitäten als nicht existent betrachtet werden. 3. Hierarchische Ontologie: Alles existiert, jedoch in einer bestimmten Ordnung und Hierarchie, wobei verschiedene Sinne des Seins unterschieden werden.Ein zentraler Bestandteil der Vorlesung ist daher die Analyse des Verbs „existieren“ in unterschiedlichen Kontexten. Anhand von Beispielsätzen wie: 1. Sepp existiert; 2. Die Mafia existiert; 3. Die Blindheit existiert; 4. Pegasus existiert nicht; 5. Lord Voldermort existiert nicht; 6. Kerberos existiert nicht, während der Hund Rex existiert; 7. Drachen existieren nicht, während Kühe existieren; 8. Schwarze Schwäne existieren, doch ausserirdische Intelligenzen existieren nicht; 9. Die Cheops Pyramide existiert noch, doch die Bibliothek von Alexandria nicht mehr; 10. Gott existiert (?) werden wir die verschiedenen Bedeutungsnuancen von „Existenz“ und deren Implikationen für die Ontologie erörtern.Die Vorlesung wird auf Deutsch gehalten.
Lernziele Ziel der Vorlesung ist es, ein tiefes Verständnis für die unterschiedlichen ontologischen Theorien zu entwickeln und deren Relevanz für aktuelle philosophische Debatten aufzuzeigen. Die Studierenden gewinnen im Laufe der Vorlesung einen Überblick über die Hauptpositionen der Philosoph:nnen zu den Grundfragen der Ontologie.
Voraussetzungen Einführung in die Philosophie
Sprache Deutsch
Prüfung - Unbenotete schriftliche Prüfung (2 Cr) (= Unbenoteter Leistungsnachweis)
- Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) (= Benotete Prüfung)
- KSF: Benotete schriftliche Prüfung (2 Cr)* (= Benotete Prüfung)

* Verpflichtend und vorbehalten für Anrechnung in KSF-Modulen. Gilt nicht für RWP-Studierende.
Abschlussform / Credits Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
Benotete Prüfung / 3 Credits
KSF: Benotete Prüfung / 2 Credits
kein Abschluss / 0 Credits
Entscheidung im November / 0 Credits
Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits
Hinweise Pflichtinhalt(e) für Vollstudium Theologie:
Philosophie: Metaphysik
Hörer-/innen Ja
Kontakt philosophie_tf@unilu.ch / mostafa.najafi@unilu.ch
Literatur Christoph Rapp: Metaphysik. Eine Einführung. München: Beck 2016.Vallicella, William: Existence: Two Dogmas of Analysis, in: Novotny, Daniel/Nowak, Lukas (Hgg.), Neo-Aristotelian Perspectives in Metaphysics. New York - Abington: Routledge 2014, 45-75.Giovanni Ventimiglia, Aquinas after Frege. Cham, Switzerland: Palgrave Macmillan 2020.Eine ausführliche Literaturliste wird zum Semesterbeginn auf OLAT bereitgestellt.