Sie sind nicht angemeldet

Denktraditionen der islamischen Welt: Eine historische Einführung


Dozent/in Dr. phil. Mostafa Najafi
Veranstaltungsart Einleitungsvorlesung
Code HS261172
Semester Herbstsemester 2026
Durchführender Fachbereich Theologie
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Mi, 16.09.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 23.09.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 30.09.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 07.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 14.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 21.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 28.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 04.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 11.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 18.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 25.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 02.12.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 09.12.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Mi, 16.12.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Jeweils im HS
Inhalt Diese Vorlesung führt in die wichtigsten Denktraditionen des Islam ein, insbesondere die klassischen Schulen der Theologie (kalam) und Philosophie (falsafa). Im Zentrum steht die Frage, wie sich im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Rationalitätsformen entwickelt haben, um über Gott, die Welt und den Menschen nachzudenken, sei es durch Sprache, Logik oder Offenbarung.
Im ersten Teil der Vorlesung wird die historische Entwicklung islamischer Wissenschaften skizziert: von den frühen Debatten um das Wesen Gottes, die Schöpfung und die Prophetie bis hin zur Entstehung philosophischer Systeme in Auseinandersetzung mit der griechischen Antike. Dabei werden verschiedene Strömungen wie die Mu?tazila, Aš?ariyya und Mauridiyya ebenso vorgestellt wie die Philosophie Avicennas oder die Kritik al-Ghazalis.
Im zweiten Teil werden ausgewählte Grundfragen systematisch vertieft: Gibt es überzeugende Beweise für die Existenz Gottes? Ist die Welt erschaffen oder ewig? Was bedeutet Prophetie, und wie lässt sich göttliche Offenbarung rational verstehen? Und schliesslich: Welche Rolle spielt Sprache im Verhältnis zum Denken?
Quellentexte in deutscher Übersetzung, Fallbeispiele und kontroverse Positionen ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit islamischem Denken in seiner Vielfalt. Die Vorlesung erfordert keine Vorkenntnisse.
Schlagworte Gender/Diversity
Lernziele - Die Studierenden kennen zentrale Strömungen islamischer Theologie und Philosophie und deren historische Entwicklung.
- Sie verstehen grundlegende Fragestellungen zu Gottesexistenz, Schöpfung, Prophetie und Erkenntnis im islamischen Denken.
- Sie können die Unterschiede und Wechselwirkungen zwischen sprachlich-hermeneutischen und logisch-philosophischen Rationalitätsmodellen analysieren.
- Sie sind in der Lage, Quellentexte in deutscher Übersetzung kritisch zu lesen und ihre Argumentationsstruktur nachzuvollziehen.
Sprache Deutsch
Leistungsnachweis - Unbenotete schriftliche Prüfung (2 Cr) (= Unbenoteter Leistungsnachweis)
- Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) (= Benotete Prüfung)
Abschlussform / Credits Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
Benotete Prüfung / 3 Credits
kein Abschluss / 0 Credits
Entscheidung im November / 0 Credits
Hörer-/innen Ja
Kontakt mostafa.najafi@unilu.ch / mostafa.najafi@unilu.ch
Literatur - J. van Ess. Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frühen Islam. 6 Bände. Berlin: De Gruyter, 1991–1997.

- U. Rudolph (Hrsg.), Philosophie in der islamischen Welt, 4 Bände, Basel: Schwabe, 2012–.