| Dozent/in |
Prof. Dr. theol. habil. David Neuhold |
| Veranstaltungsart |
Hauptseminar |
| Code |
HS261188 |
| Semester |
Herbstsemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Theologie |
| Studienstufe |
Bachelor
Master |
| Termin/e |
Sa, 23.01.2027, 09:15 - 16:00 Uhr, 3.B48 |
| Weitere Daten |
- 23.09. und 18.11., Abendtermine ab 18h (via Zoom).
- 23.01.2027, Samstag als voller Tag (nur präsent vor Ort).
- dazu asynchrones Lernen.
Die Teilnahme an den Vorsessionen (23.9./18.11.2026) ist verpflichtend und notwendig. |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Turnus |
Kein Turnus |
| Inhalt |
Tagebücher sind als Selbstzeugnisse verführerische «Artefakte der Vergangenheit», die einen spezifischen Blick in die Geschichte erlauben. Insbesondere Wahrnehmungen, Deutungen und Empfindungen kommen ins Visier. Ein Vorteil historischer Analyse von Tagebüchern liegt in der seriellen Erstellung und Umsetzung sowie der Ordnung von Gedanken und Empfindungen. Somit ist eine bestimmte Kontinuität der Dokumentation gegeben, die auf uns heutige Leserinnen und Leser zukommt. Im Kurs sehen wir uns diese spezifische schriftliche Quellengattung an, sei es als Kriegstagebuch, sei es als Notizen eines Abtes des Konvents von Muri-Gries, sei es als Lebenshilfe in geistlich-spirituellen Prozessen, sei es als Schultagebuch junger Menschen. Das Seminar bezieht zudem Erkenntnisse ein, die im Herbstsemester 2024 im Quellenkurs zur Briefliteratur gewonnen wurden. |
| Schlagworte |
Gender/Diversity |
| Lernziele |
- Exemplarisches Kennenlernen von unterschiedlichen Tagebuchformaten.
- Nach Möglichkeit Schreiben eines eigenen Kleinsttagebuches in der Zeit des Seminars.
- Gefühl für diese Textgattung und historisch-kritische Zugriffe auf solche Textbestände bekommen – das Lesen zwischen den Zeilen und gegen den Strich sollen Studierende einüben.
- Unterscheidungsfähigkeit zwischen intentionalen und nicht-intentionalen Tagenbüchern stärken.
- Suche nach neuen Tagebuchbeständen und ethische Reflexion: Würde man z.B. die Tagebücher seiner Eltern ohne Bedenken lesen? |
| Voraussetzungen |
Für Bachelorstudierende Theologie: Besuch einer Vorlesung des Fachbereichs Kirchengeschichte |
| Sprache |
Deutsch |
| Begrenzung |
20 TeilnehmerInnen. Ab der 21. Anmeldung wird eine Warteliste geführt. |
| Anmeldung |
bis 21.09.2026 an david.neuhold@unilu.ch
(Anmeldung via UniPortal erforderlich) |
| Leistungsnachweis |
- Bestätigte Teilnahme mit Referat oder Essay (3 Cr) (= Bestätigte Teilnahme mit Zusatzleistung)
- Benotete schriftliche Arbeit (4 Cr)
- KSF: Aktive Teilnahme (Referat, Essay) (4 Cr)*
* Verpflichtend und vorbehalten für Anrechnung in KSF-Modulen. Gilt nicht für RWP-Studierende. |
| Abschlussform / Credits |
Bestätigte Teilnahme mit Zusatzleistung / 3 Credits
Benotete schriftliche Arbeit / 4 Credits
KSF: Aktive Teilnahme (Referat, Essay) / 4 Credits
kein Abschluss / 0 Credits
Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits
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| Hörer-/innen |
Nach Vereinbarung |
| Kontakt |
david.neuhold@unilu.ch |
| Literatur |
Henning, Eckart, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Struktur der Selbstzeugnisse, besonders der Tagebücher, Autobiographien, Memorien und Briefe, in: Genealogie 10 (1971) 385–391.
Wuthenow, Ralph-Rainer, Europäische Tagebücher. Eigenart, Formen, Entwicklung, Darmstadt 1990.
Neuhold, David, Kriegswahrnehmung inmitten einer Fülle schriftlicher Meditation – Leon G. Dehons Notes Quotidiennes 1914–1918, in: Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte 108 (2014) 151–166.
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