| Dozent/in |
Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia di Geraci |
| Veranstaltungsart |
Hauptvorlesung |
| Code |
HS261252 |
| Semester |
Herbstsemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Theologie |
| Studienstufe |
Bachelor |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Turnus |
alle 2 Jahre im HS |
| Inhalt |
Viele der in der deutschen Sprache und in vielen modernen Sprachen verwendeten Wörter wurden in der griechischen Philosophie geboren und zum ersten Mal definiert. Wann immer wir zum Beispiel Wörter wie "Substanz" oder "substanziell", "potenziell", "aktuell", "Kategorie" verwenden, sprechen wir die Sprache griechischer Philosophen. Auch die heute sehr populäre Rhetorik gegen die klassischen humanistischen Disziplinen kann nicht umhinkommen, auf Wörter der griechischen Philosophie gestützt zu sein. Der Kurs zielt darauf ab, zu den Wurzeln unserer Kultur und unserer eigenen Sprache zurückzukehren und einige der zentralen Fragen der griechischen Philosophie zu analysieren: Fliesst alles oder ist alles völlig still (und die Zeit existiert nicht)? Ist die Wahrheit subjektiv oder objektiv? Existieren nur Ideen im Hyperuranion (und diese Welt ist nur ein Schatten) oder existieren nur konkrete Individuen? Gibt es eine erste Ursache des Werdens? Ist der Mensch eine Seele, die in einem Körper gefallen ist, oder ein belebter Körper? Glücklich zu sein bedeutet, das Gute an und für sich nach dem Tod zu erreichen, oder die eigenen Fähigkeiten in diesem Leben zu verwirklichen? Gibt es dafür Rezepte? Gemeinsam werden wir entdecken, wie die Antworten von Vorsokratikern wie Heraklit, Parmenides und den Sophisten, über Sokrates, Platon und Aristoteles bis zu den Stoikern und Epikureern, immer noch überraschend aktuelle Einsichten zu diesen Problemen bieten. |
| Lernziele |
Die Studierenden setzen sich anhand antiker Philosophen mit einigen der Grundfragen der Philosophie auseinander, die noch heute aktuell sind. Sie gewinnen dabei einen Überblick über die Antwortmöglichkeiten und historisch bewusst beteiligen sie sich an den lebhaften Debatten, die sich in unserer Zeit weiterentwickeln. Sie können dabei die Hauptargumentationslinien nachvollziehen, eigene Fragen bzw. Thesen formulieren und sich kritisch mit den verschiedenen Stellungsnahmen auseinandersetzen. |
| Sprache |
Deutsch |
| Leistungsnachweis |
- Unbenotete schriftliche Prüfung (2 Cr) (= Unbenoteter Leistungsnachweis)
- Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) (= Benotete Prüfung) |
| Abschlussform / Credits |
Unbenoteter Leistungsnachweis / 2 Credits
Benotete Prüfung / 3 Credits
kein Abschluss / 0 Credits
Entscheidung im November / 0 Credits
Aktive Teilnahme (Promotion) / 0 Credits
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| Hinweise |
Teilnahmeoptionen:
- Live-Zuschaltung via Zoom
- Podcast
Studierenden, die die Vorlesung überwiegend über Podcasts verfolgen und nicht oder nur selten an den Liveveranstaltungen teilnehmen, wird die sorgfältige Lektüre von Anthony Kenny, Geschichte der abendländischen Philosophie, Bd. I: Antike, insbesondere der Kapitel 6–9, ausdrücklich empfohlen.
Pflichtinhalt(e) für Vollstudium Theologie:
Philosophie: Philosophiegeschichte |
| Hörer-/innen |
Ja |
| Kontakt |
philosophie_tf@unilu.ch |
| Literatur |
Kenny: Geschichte der abendländischen Philosophie. Bd. I: Antike. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2014. |