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Anwältinnen und Anwälte bewegen sich in einem Spannungsfeld: Einerseits sind sie unabhängige, unternehmerisch tätige Berufsleute, die entgeltliche Dienstleistungen erbringen. Andererseits spielen sie für den Zugang zur Justiz - und damit für die Verwirklichung der Rechtsordnung - eine wichtige Rolle. Anwältinnen und Anwälte haben insofern besondere Pflichten, aber auch Rechte. Der Ausgleich dieser teilweise gegenläufigen Interessen ist Gegenstand des Anwaltsrechts, das seinerseits zwei Pole aufweist: Es ist teilweise öffentlich-rechtlicher Natur (Zulassung, Berufsregeln, Aufsicht, Freizügigkeit), teilweise privatrechtlich geregelt (Mandatsverhältnis zur Klientschaft). Die Darstellung dieser komplexen Rechtslage ist Gegenstand dieser Vorlesung. |
| Literatur |
Was ist unentbehrlich?
• Anwaltsrechtslehrbuch (z.B. Walter Fellmann, Anwaltsrecht, 2. Aufl., Bern 2017 oder Alexander Brunner/Matthias-Christoph Henn /Kathrin Kriesi, Anwaltsrecht, Zürich 2015);
• Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA) vom 23. Juni 2000 (SR 935.61);
• Gesetz über das Anwaltspatent und die Parteivertretung (Anwaltsgesetz, AnwG) vom 4. März 2002, SRL Nr. 280.
• Verordnung betreffend die Aufsicht über die Anwältinnen und Anwälte (AAV) von 16. Mai 2002, SRL Nr. 281.
Was kann zur Vertiefung beigezogen werden?
• Alexander Brunner/Matthias-Christoph Henn /Kathrin Kriesi, Anwaltsrecht, Zürich 2015;
• Walter Fellmann/Gaudenz Zindel (Hrsg.), Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. Aufl., Zürich 2011
• Benoît Chappuis/Jérôme Gurtner, La profession d’avocat, Zürich 2021;
• François Bohnet/Vincent Martenet, Droit de la profession d'avocat, Bern 2009 ;
• Michel Valticos/Christian M. Reiser/Benoît Chappuis/François Bohnet (Hrsg.), Loi sur les avocats, 2. Aufl., Basel 2022.
Prüfungsrelevante Erlasse
• Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK), SR 0.101;
• Bundesverfassung der schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999, SR 101;
• Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) vom 20. Dezember 1968, SR 172.021;
• Schweizerisches Zivilgesetzbuch (Zivilgesetzbuch, ZGB) vom 10. Dezember 1907, SR 210;
• Schweizerische Zivilprozessordnung (Zivilprozessordnung, ZPO) vom 19. Dezember 2008, SR 272;
• Schweizerische Strafprozessordnung (Strafprozessordnung, StPO) vom 5. Oktober 2007, SR 312.0;
• Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA) vom 23. Juni 2000, SR 935.61;
• Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht) vom 30. März 1911, SR 220;
• Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937, SR 311.0;
• Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung (Geldwäschereigesetz, GwG) vom 10. Oktober 1997, SR 955.0;
• Gesetz über das Anwaltspatent und die Parteiverteilung (Anwaltsgesetz, AnwG) vom 4. März 2002, SRL Nr 280;
• Verordnung betreffend die Aufsicht über die Anwältinnen und Anwälte (AAV) von 16. Mai 2002, SRL Nr. 281.
• Verordnung über das Anwaltspraktikum und die für die Ausübung des Anwaltsberufes erforderlichen Prüfungen (APV) vom 16. Mai 2002, SRL Nr. 282;
• Richtlinie über die in der «Verordnung über das Anwaltspraktikum und die für die Ausübung des Anwaltsberufes erforderlichen Prüfungen» vorgesehenen Examen vom 24. November 2010, SRL Nr. 283;
• Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRG) vom 3. Juli 1972, SRL Nr. 40;
• Schweizerische Standesregeln (SSR) des Schweizerischen Anwaltsverbands vom 9. Juni 2023.
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