| Termin/e |
Do, 17.09.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 9 Do, 01.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 08.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 15.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Mi, 28.10.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 10 Do, 29.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 05.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 12.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 19.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 26.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 03.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 Do, 10.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 1 |
| Inhalt |
Die Rechtsordnung greift sowohl gestaltend, schützend als auch beschränkend in unsere Lebensentwürfe ein. Dabei treffen der Gesetzgeber und die Gerichte eine Reihe von sehr grundlegenden Entscheidungen: Mädchen-bescheidung aus religiösen Gründen ist verboten – vaginale Schönheits-operationen dagegen sind erlaubt. Die eigene Niere zu spenden ist erlaubt und erwünscht – sie zu verkaufen dagegen verboten. Menschen dürfen in Notwehr getötet werden – Folter aber ist in jedem Fall verboten. Bei anderen Fragen sind Gesetzgeber und Gerichte immer wieder am Ringen: Soll-ten jugendliche Straftäter verwahrt werden dürfen? Soll Prostitiution zum Schutz der Frauen verboten werden oder gilt Vertragsfreiheit? Ist eine Ver-kehrsblockade von Klima-Aktivistinnen zu bestrafen? Dabei fragen wir nicht einfach wie ist das Recht, sondern überlegen wie sollte das Recht sein?
Bei genauerer Betrachtung geht es bei all diesen Fragen um grundlegende Gerechtigkeitsüberlegungen. Reflexionen über Gerechtigkeit und die Ge-staltung unserer rechtlichen Ordnung sind mehrere tausend Jahre alt. Die Veranstaltung bietet einen Überblick über die Rechtsphilosophie von den antiken Wurzeln bis zur Gegenwart. Sie setzt sich zum Ziel, ausgehend von aktuellen Problemen unseres Rechtsstaates ausgewählte Gerechtigkeits-konzeptionen, die im Laufe der Zeit von unterschiedlichen Philosophen vertreten wurden, kennenzulernen und kritisch zu hinterfragen. Sie soll ebenso zum Methodenbewusstsein und zur Klärung der Wissenschaftlichkeit der Jurisprudenz beitragen. |