| Dozent/in |
Dr. phil. Michael Ivo Räber |
| Veranstaltungsart |
Masterseminar |
| Code |
HS261334 |
| Semester |
Herbstsemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Philosophie |
| Studienstufe |
Master |
| Termin/e |
Di, 15.09.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 22.09.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 29.09.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 06.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 13.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 20.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 27.10.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 03.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 10.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 17.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 24.11.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 01.12.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 Di, 15.12.2026, 12:15 - 14:00 Uhr, 4.B55 |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Turnus |
Wöchentlich |
| Inhalt |
Unterdrückung wird gewöhnlich als eine Form von Unrecht verstanden. Wenn Individuen oder Gruppen systematisch in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt, abgewertet oder von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden, entsteht der Eindruck moralischer Verletzung und Ungerechtigkeit. Doch was genau macht ein soziales Verhältnis zu einem Verhältnis der Unterdrückung? Und weshalb gelten bestimmte Formen sozialer Macht als ungerecht, während andere als legitim oder sogar notwendig erscheinen? Das Seminar widmet sich diesen Fragen aus der Perspektive der politischen Philosophie und der Sozialphilosophie.
Erstens beschäftigen wir uns mit der begrifflichen und theoretischen Analyse sozialer Macht. Wir untersuchen, welche Rolle Macht in der Konstitution sozialer Ordnungen spielt, wie sie in sozialen Beziehungen wirksam wird und welche unterschiedlichen Formen sie annehmen kann. Dabei geht es auch um die Frage, nach welchen Kriterien problematische Machtverhältnisse von weniger problematischen oder legitimierten Formen sozialer Autorität unterschieden werden können.
Zweitens untersuchen wir anhand klassischer und zeitgenössischer Analysen, wie Unterdrückung in unterschiedlichen sozialen Kontexten entsteht und reproduziert wird – etwa entlang von Klassenverhältnissen, Geschlecht oder rassifizierten sozialen Kategorien. Dabei diskutieren wir, wie solche Verhältnisse angemessen beschrieben und analysiert werden können, um sichtbar zu machen, worin ihr spezifisches Unrecht besteht.
Drittens beschäftigen wir uns mit normativen Fragen der politischen Philosophie. Wir fragen, inwiefern verschiedene Gerechtigkeitstheorien dazu beitragen können, Unterdrückungsverhältnisse kritisch zu beurteilen und zu erklären, welche moralischen und politischen Verpflichtungen sich daraus ergeben. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wer Verantwortung dafür trägt, unterdrückerische soziale Strukturen zu verändern, zu überwinden oder ihnen entgegenzutreten.
Die Diskussionen im Seminar stützen sich auf eine Auswahl klassischer und zeitgenössischer Texte aus der politischen Philosophie, der kritischen Sozialtheorie und der feministischen Philosophie, darunter Arbeiten von Max Weber, Michel Foucault, Amy Allen, Philip Pettit, Nancy Fraser, Marilyn Frye, Ann Cudd, Sally Haslanger, John Rawls, und Iris Marion Young.
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| Schlagworte |
Gender/Diversity |
| Lernziele |
Lernziele:
Themenspezifische Lernziele
Die Studierenden
- erwerben grundlegende Kenntnisse zentraler philosophischer Theorien der Macht, der Unterdrückung und der Gerechtigkeit
- verstehen unterschiedliche theoretische Konzeptionen sozialer Ungerechtigkeit und Unterdrückung sowie deren sozial- und ideengeschichtlichen Kontext
- lernen, Behauptungen über Unterdrückung bestimmter Gruppen oder Personen kritisch zu analysieren und theoretisch einzuordnen
- entwickeln die Fähigkeit, philosophisch begründet über die Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit sozialer Machtverhältnisse zu argumentieren
- setzen sich mit verschiedenen theoretischen Ansätzen zur Analyse klassenbezogener, geschlechtsspezifischer und rassifizierter Unterdrückung auseinander
Allgemeine philosophische Lernziele
Die Studierenden
- können philosophische Argumente erkennen, rekonstruieren und kritisch beurteilen
- sind in der Lage, relevante philosophische Literatur selbstständig zu erschliessen und unterschiedliche Positionen vergleichend zu diskutieren
- können philosophische Argumente klar und strukturiert schriftlich darstellen
- können zentrale Argumente eines Textes oder einer Theorie im Rahmen einer Präsentation präzise zusammenfassen und erläutern
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| Voraussetzungen |
Abgeschlossenes Bachelorstudium |
| Sprache |
Deutsch |
| Begrenzung |
Bei hoher Anmeldezahl haben Philosophie- und PPE-Studierende Vorrang. |
| Anmeldung |
***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten |
| Leistungsnachweis |
Information für Masterstudierende Theologie:
- Die Leistung "Aktive Teilnahme (Essay, Diskussionsbeiträge auf OLAT)" wird mit 3 Cr angerechnet.
- Seminararbeit: in Absprache mit dem Dozenten möglich. Die Arbeit wird mit 3 Cr zusätzlich angerechnet. Zum formalen Vorgehen zur Leistungsbestätigung kontaktieren Sie bitte die Studienleitung Theologie (studienleitung-tf@unilu.ch). |
| Abschlussform / Credits |
Aktive Teilnahme (Essay, Diskussionsbeiträge auf OLAT) / 4 Credits
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| Hinweise |
Einige Texte werden wir in englischer Sprache lesen |
| Hörer-/innen |
Nach Vereinbarung |
| Kontakt |
michael.raeber@unilu.ch |
| Material |
Die Texte werden auf OLAT bereitgestellt. |
| Literatur |
Folgt. |