| Termin/e |
Do, 17.09.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 24.09.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 01.10.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 08.10.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 2 Do, 15.10.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, HS 2 Do, 22.10.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 29.10.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 05.11.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 12.11.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 19.11.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 26.11.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 03.12.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 10.12.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Do, 17.12.2026, 14:15 - 16:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 |
| Inhalt |
Während soziale Medien lange als Räume demokratischer Teilhabe und neuer Formen öffentlicher Kommunikation gefeiert wurden, sind sie heute zu zentralen Schauplätzen politischer Polarisierung, populistischer Mobilisierung und autoritärer Kommunikationsstrategien geworden. Wenn Donald Trump über Truth Social politische Botschaften verbreitet, die US-Einwanderungsbehörde ICE auf X ihre Massnahmen öffentlich inszeniert oder identitäre Bewegungen auf TikTok um Aufmerksamkeit und Zustimmung werben, stellen sich Fragen danach, was politische Kommunikation auf sozialen Medien von anderen Formen politischer Kommunikation unterscheidet, wie Plattformlogiken die Sichtbarkeit und Verbreitung politischer Inhalte prägen und weshalb bestimmte Akteur*innen und Kommunikationsstile dort besonders erfolgreich sind.
Um diesen und weiteren Fragen nachzugehen, erarbeiten wir in der ersten Seminarhälfte gemeinsam zentrale theoretische Perspektiven und methodische Zugänge zur Untersuchung digitaler Öffentlichkeiten. Dabei setzen wir uns mit gesellschaftstheoretischen Ansätzen zu Öffentlichkeit, Medien, Macht, politischer Mobilisierung und gesellschaftlichem Wandel auseinander und diskutieren einschlägige empirische Forschungsarbeiten aus den Sozial-, Kultur-, Kommunikations- und Medienwissenschaften zu digitalen Plattformen, Polarisierung und politischer Kommunikation. Ziel dieser Auseinandersetzung ist es, ein analytisches Instrumentarium zu entwickeln, das die eigenständige Untersuchung digitaler politischer Kommunikation ermöglicht.
Aufbauend auf diesem Instrumentarium widmen sich die Teilnehmenden in der zweiten Seminarhälfte selbst gewählten Phänomenen aus dem Feld digitaler politischer Kommunikation, wobei aktuelle Plattformen, politische Akteur*innen, Kampagnen oder kommunikative Praktiken gleichermassen Gegenstand der Analyse sein können. Auf diese Weise eröffnet das Seminar die Möglichkeit, soziale Medien als gesellschaftlich folgenreiche Infrastrukturen politischer Auseinandersetzung zu untersuchen und die Rolle digitaler Öffentlichkeiten für gegenwärtige politische Konflikte, demokratische Aushandlungsprozesse und gesellschaftlichen Wandel besser zu verstehen.
Für eine Seminarsitzung gegen Ende des Semesters ist Max Frischknecht (Hochschule der Künste Bern) als Gast eingeladen. Max Frischknecht und der Seminarleiter präsentieren ihr gemeinsames Forschungsprojekt zur digitalen politischen Kommunikation, das an der Schnittstelle von Designforschung, Digital Humanities und Visueller Soziologie angesiedelt ist. Im Anschluss werden die theoretischen, methodischen und empirischen Herausforderungen des Projekts sowie die im Seminar entwickelten studentischen Forschungsprojekte diskutiert. |