| Dozent/in |
PD Dr. Federica Gregoratto; Prof. Dr. phil. Giovanni Ventimiglia di Geraci |
| Veranstaltungsart |
Hauptseminar |
| Code |
HS261421 |
| Semester |
Herbstsemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Philosophie |
| Studienstufe |
Bachelor
Master |
| Termin/e |
Do, 17.09.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 24.09.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 01.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 08.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 15.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 29.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 05.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 12.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 19.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 26.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 03.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 10.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 Do, 17.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, HS 11 |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Turnus |
Wöchentlich |
| Inhalt |
Was meinen wir eigentlich, wenn wir von Gott sprechen? Beschreiben und konzeptualisieren wir eine transzendente Realität oder bringen wir durch religiöse Sprache unseren tiefsten Bedürfnissen und Wünschen zum Ausdruck? Das Seminar untersucht zentrale moderne Interpretationen der Religion aus philosophischen, theologischen und psychologischen Perspektiven.
Ausgangspunkt ist Georg Wilhelm Friedrich Hegels Figur des “unglücklichen Bewusstseins” aus seiner Phänomenologie des Geistes. Religiöse Erfahrung entsteht hier aus einer inneren Spaltung: Gott wird als absolut, unendlich und vollkommen gedacht, während der Mensch sich selbst als begrenzt und unvollständig wahrnimmt. Wie beeinflusst diese Struktur die Art und Weise, wie über Gott gesprochen wird?
Im Anschluss an Hegel interpretiert Ludwig Feuerbach Gott als Projektion von grundlegenden menschlichen Wünschen und Bedürfnissen. Göttliche Eigenschaften wie Güte, Liebe, Allmacht oder Gerechtigkeit spiegeln die strukturellen Bedürfnisse des Menschen wider. Eine mögliche Weiterentwicklung der Feuerbachschen Perspektive wird von Sigmund Freud unternommen, indem er Religion als Illusion versteht, die aus kindlichen Bedürfnissen nach Schutz und Sicherheit entsteht. Inwiefern kann Gott als idealisierte Vaterfigur verstanden werden, und welche Konsequenzen hat dies für das individuelle und kollektive religiöse Leben?
Carl Gustav Jung bietet schließlich eine alternative Ansicht: Religion sei ein psychisches Geschehen, das mit tiefen Strukturen des kollektiven Unbewussten verbunden ist. Göttliche Eigenschaften werden zu Symbolen universeller psychischer Bedürfnisse, die Orientierung geben und menschliche Erfahrung transformieren können. Eine Leitfrage zieht sich durch das Seminar: prädizieren die Eigenschaften Gottes etwas über Gott selbst oder ‘lediglich’ über den Menschen? Wenn Religion aus einem Bedürfnis – einer Art ‘Durst’ – entsteht, ist Gott, das Wasser, nur eine Illusion? Oder sollten wir eher sagen: wenn Durst existiert, muss irgendwo das Wasser auch vorhanden sein, sonst wäre der Durst einfach sinnlos?
Das Seminar basiert auf der Lektüre und Diskussion signifikanter Auszüge aus den Werken der Autoren.
Nicolas Stilter wird am Seminar mitwirken.
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| Lernziele |
Taxonomie nach Bloom (erinnern, verstehen, anwenden, analysieren, evaluieren, erschaffen). |
| Voraussetzungen |
Keine. |
| Sprache |
Deutsch |
| Begrenzung |
Max. 34. Bei hoher Anmeldezahl haben PPE- und Philosophiestudierende Vorrang. |
| Anmeldung |
***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten |
| Abschlussform / Credits |
Aktive Teilnahme (Referat und Protokoll) / 4 Credits
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| Hörer-/innen |
Ja |
| Kontakt |
federica.gregoratto@unilu.ch / giovanni.ventimiglia@unilu.ch |
| Literatur |
G. W. F. Hegel, Phänomenologie des Geistes
L. Feuerbach, Das Wesen des Christentums
S. Freud, Die Zukunft einer Illusion; Totem und Tabu
C. G. Jung, Psychologie und Religion; Antwort auf Hiob; Symbole der Wandlung
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