| Termin/e |
Mo, 14.09.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 21.09.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 28.09.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 05.10.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 12.10.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 19.10.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 26.10.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 02.11.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 09.11.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 16.11.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 23.11.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B47 Mo, 30.11.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 07.12.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 Mo, 14.12.2026, 16:15 - 18:00 Uhr, 3.B01 |
| Inhalt |
Es gibt im akademischen Schreiballtag kaum etwas, das selbstverständlicher und zugleich merkwürdiger ist als das Setzen einer Fussnote.
Viel mehr als nur Literaturangaben oder bibliographischer Schmuck, sind Fussnoten Orte des Kommentierens, Zweifelns, Abrechnens, Verkomplizierens, Spekulierens, Verlorengehens und Verzweifelns. Und Fussnoten dürfen so sein, wie es dem sogenannten Haupttext selten erlaubt ist: Unordnung und Witz können in ihnen genauso existieren wie Selbstkritik und Rebellion – Schreibformen, die in den aufgeräumten Argumenten und Thesen oberhalb der Trennungslinie vielleicht schwieriger zu bewerkstelligen sind.
Doch sind Fussnoten nur Beiwerk zum eigentlichen Textgeschehen? Wie können wir sie in ihrer Verschiedenheit verstehen und ihrer Abgründigkeit befragen? Auf welche Fussnotenpraktiken stossen wir dabei? In welchen Büchern wären sie zu finden, die seltenen, inspirierenden und kuriosen Fussnoten der Geistes- und Kulturwissenschaften?1 Und was bedeutet das alles für unser eigenes Schreiben von Fussnoten? Vor welche fussnotenethischen Probleme stellt es uns?
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1 Um dies herauszufinden, machen wir ein kollektives Experiment des Sammelns, Interpretierens und Vergleichens von Fussnoten. Das Seminar ist also ein Fussnotenlabor. |