Postkoloniales Luzern: Geschichte der Gegenwart erkunden
| Dozent/in |
lic. phil. Jovita dos Santos Pinto |
| Veranstaltungsart |
Hauptseminar |
| Code |
HS261591 |
| Semester |
Herbstsemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Kulturwissenschaften |
| Studienstufe |
Bachelor
Master |
| Termin/e |
Mo, 14.09.2026, 10:15 - 14:00 Uhr, 4.B51 (Termine) Mo, 21.09.2026, 10:15 - 14:00 Uhr, 4.B51 (Termine) Mo, 28.09.2026, 10:15 - 14:00 Uhr, 4.B51 (Termine) Mo, 05.10.2026, 10:15 - 14:00 Uhr, 4.B51 (Termine) Mo, 23.11.2026, 10:15 - 14:00 Uhr, 4.B51 (Terminierung 1) Mo, 14.12.2026, 10:15 - 14:00 Uhr, 4.B51 (Termine) |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Turnus |
Einzeltermine |
| Inhalt |
«Das wirklich distinktive Element 'postkolonialer' Periodisierung ist das rückblickende Umformulieren der Moderne innerhalb des Kontexts der 'Globalisierung'» - Stuart Hall
Dieses Blockseminar nähert sich Luzern aus einer postkolonialen Perspektive – nicht als abgeschlossene Vergangenheit, sondern als Geschichte der Gegenwart. Ausgehend von postkolonialer Forschung zur Schweiz fragen wir, wie koloniale Verflechtungen, Machtverhältnisse und Wissensordnungen bis heute nachwirken und den Raum Luzerns und seiner Umgebung prägen.
Das Seminar ist explorativ angelegt und verbindet theoretische Auseinandersetzung mit praktischer Recherche und der Entwicklung eigener Vermittlungsformate im öffentlichen Raum. Neben der Lektüre wissenschaftlicher Texte besuchen wir den Stadtrundgang von Luzern Postkolonial, die Ausstellung «Rumble in the Archive» im Völkerkundemuseum Zürich sowie Archive zur Stadt Luzern und zur umliegenden Region.
Auf dieser Grundlage recherchieren und konzipieren die Studierenden eigene Stationen für einen Stadtrundgang, ausgehend von materiellen und sozialen Erinnerungsorten. Dazu entwickeln sie eigene Fragestellungen und erproben unterschiedliche Zugänge – von archivbasierten Recherchen bis hin zu spekulativen und experimentellen Methoden. Die entstandenen Beiträge können perspektivisch auf der Webseite luzernpostkolonial.ch publiziert werden.
In zwei Sitzungen erhalten die Studierenden Feedback von ausgewiesenen Expert*innen aus Forschung und Vermittlung postkolonialer Ansätze.
Ziel des Seminars ist es, sich kritisch mit Fragen von Un-/Sichtbarkeit, Erinnerung und Geschichtsschreibung auseinanderzusetzen und Luzern als postkolonialen Raum neu lesbar zu machen. Das Seminar eignet sich zudem hervorragend als Ausgangspunkt für eine Hauptseminararbeit. das Seminar ein hohes Maß an Eigeninitiative und Bereitschaft zur selbstständigen Recherche voraus.
Voraussetzung für die Teilnahme sind die Vorbereitungslektüre auf OLAT sowie der Besuch der ersten Sitzung. Für die Teilnahme am Stadtrundgang wird ein Unkostenbeitrag von 5 Franken erhoben. Die Reisekosten für die Exkursion nach Zürich am 21. September tragen die Studierenden selbst.
|
| Schlagworte |
Gender/Diversity |
| E-Learning |
https://lms.uzh.ch/url/RepositoryEntry/17916888015 |
| Sprache |
Deutsch |
| Abschlussform / Credits |
Bestätigte Teilnahme / 4 Credits
|
| Kontakt |
jovita.dossantospinto@unilu.ch |
Daten werden verarbeitet...