| Dozent/in |
Dr. phil. Anastas Odermatt |
| Veranstaltungsart |
Hauptseminar |
| Code |
HS261622 |
| Semester |
Herbstsemester 2026 |
| Durchführender Fachbereich |
Religionswissenschaft |
| Studienstufe |
Bachelor
Master |
| Termin/e |
wöchentlich (Mi), ab 16.09.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 3.B01 (Terminierung 1) |
| Umfang |
2 Semesterwochenstunden |
| Turnus |
Wöchentlich |
| Inhalt |
Religionskriege und religiöse Konflikte waren und sind prägend für unsere Geschichte und unsere Gegenwart. Religionskonflikte entstehen selten aus rein religiös-theologischen Differenzen, sondern sind das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen religiösen, sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Faktoren. Ziel des Seminars ist es, diese Vielschichtigkeit analytisch zu erfassen und die spezifische Rolle von Religion und religiöser Akteur:innen in Konfliktdynamiken anhand historischer Beispiele kritisch zu untersuchen.
Im Zentrum stehen dabei die Schweiz und ihre Religionskriege als Fallbeispiele: Die Reformation führte zu einer tiefgreifenden konfessionellen Spaltung der Alten Eidgenossenschaft, die in eine Reihe von Konflikten mündete, darunter die Kappelerkriege, die Villmergerkriege sowie der Sonderbundskrieg. Das Seminar verbindet historische Ansätze mit theoretischen Ansätzen der Religions- und Konfliktforschung. Wir untersuchen aus einer religionswissenschaftlichen Perspektive, wie religiöse Konflikte entstanden, eskaliert und bearbeitet wurden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Transformation von gewaltsamen Religionskriegen hin zu institutionell regulierten Formen religiösen Nebeneinander- und Zusammenlebens, wie sie sich in der Schweiz langfristig herausgebildet haben.
Abschließend werden diese historischen Entwicklungen mit aktuellen religiösen Konflikten in Beziehung gesetzt, um Kontinuitäten, Brüche und neue Herausforderungen im Umgang mit religiöser (Binnen-)vielfalt zu analysieren. |
| Lernziele |
• Die Studierenden sind in der Lage, religiöse Konflikte als multikausale Phänomene zu analysieren und die spezifische Rolle von Religion im Zusammenspiel mit politischen, sozialen und ökonomischen Faktoren kritisch zu beurteilen.
• Die Studierenden können historische Religionskonflikte der Schweizer Geschichte historisch einordnen, vergleichen und theoriegeleitet interpretieren.
• Die Studierenden sind in der Lage, historische Erkenntnisse auf gegenwärtige religiöse Konflikte zu übertragen und mögliche Strategien des Umgangs mit religiöser Vielfalt und Konflikten kritisch zu reflektieren. |
| Voraussetzungen |
Keine |
| Sprache |
Deutsch |
| Anmeldung |
***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist eine Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten |
| Leistungsnachweis |
Aktive Teilnahme; Referat |
| Abschlussform / Credits |
Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Credits
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| Hörer-/innen |
Ja |
| Kontakt |
anastas.odermatt@unilu.ch |
| Material |
Unterlagen werden via OLAT zu Verfügung gestellt. |
| Literatur |
• Bitter, Jean-Nicolas und Angela Ullmann. 2018. „Swiss Experiences in Addressing Religion in Conflict.“ CSS Analyses in Security Policy 229 (229): 1–4. doi:10.3929/ETHZ-B-000267703.
• Heyden, Katharina und Martino Mona. 2021. „Coping with religious conflicts.“ Z Religion Ges Polit 5 (2): 371–90. doi:10.1007/s41682-021-00064-2.
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