| Termin/e |
Mi, 16.09.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 23.09.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 30.09.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 07.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 14.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 21.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 28.10.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 04.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, Inseliquai 10 INE 220 Mi, 11.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 18.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 25.11.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 02.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 09.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 Mi, 16.12.2026, 10:15 - 12:00 Uhr, 4.B02 |
| Inhalt |
Aufmerksamkeit ist eine zentrale Ressource moderner Gesellschaften – und zugleich ein knappes Gut. In diesem Seminar wird untersucht, wie sich Formen, Erwartungen und Regime der Aufmerksamkeit im Zuge medienhistorischer Transformationen verändern. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass unterschiedliche Kommunikationsmedien nicht nur Inhalte vermitteln, sondern auch spezifische Modi der Wahrnehmung, Fokussierung und Ablenkung hervorbringen.
Das Seminar verfolgt die Entwicklung von Aufmerksamkeitsstrukturen in historischer und systematischer Perspektive: von Interaktionsmedien wie mündlicher Kommunikation über Schrift, Buchdruck und Massenmedien bis hin zu digitalen Plattformen und sozialen Medien. Im Zentrum stehen dabei Fragen wie: Wie strukturieren unterschiedliche Medien Wahrnehmung und soziale Aufmerksamkeit? Wie verändern technische Medien die Möglichkeiten der Konzentration, der Zerstreuung und der wechselseitigen Beobachtung? Und wie lässt sich der gegenwärtige Diskurs über „Ablenkung“ und „Aufmerksamkeitsökonomie“ soziologisch einordnen?
Das Seminar verbindet klassische medientheoretische Ansätze mit neueren soziologischen und kulturwissenschaftlichen Diagnosen zur Gegenwart. Neben theoretischen Texten werden auch empirische Beispiele und Fallstudien diskutiert, um den Wandel von Aufmerksamkeitsformen konkret nachvollziehbar zu machen.
Ziel des Seminars ist es, die Rolle von Aufmerksamkeit als soziologische Kategorie zu schärfen und ein differenziertes Verständnis für die medialen Bedingungen von Wahrnehmung, Kommunikation und gesellschaftlicher Selbstbeobachtung zu entwickeln. |