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Das Ende der liberalen Weltordnung? Internationale Organisationen im Krisenmodus


Dozent/in Philipp Bien, MA
Veranstaltungsart Masterseminar
Code HS261741
Semester Herbstsemester 2026
Durchführender Fachbereich Politikwissenschaft
Studienstufe Bachelor Master
Termin/e Mo, 21.09.2026, 12:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Mo, 05.10.2026, 12:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Mo, 19.10.2026, 12:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Mo, 02.11.2026, 12:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Mo, 16.11.2026, 12:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Mo, 30.11.2026, 12:15 - 16:00 Uhr, 4.B01
Mo, 14.12.2026, 12:15 - 16:00 Uhr, 2.A07
Umfang 2 Semesterwochenstunden
Turnus Blockveranstaltung
Inhalt Internationale Organisationen (IOs) stehen unter Druck. Die USA ziehen sich aus der WHO zurück, das Vetorecht lähmt den UN-Sicherheitsrat, die WTO kämpft ums Überleben und alle IOs spüren gleichsam die Folgen der globalen Autokratisierungswelle. Gleichzeitig bleiben IOs unverzichtbar: Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, künstliche Intelligenz und bewaffnete Konflikte lassen sich nicht im nationalen Alleingang bewältigen.

Dieses Seminar untersucht, warum Multilateralismus trotz seiner offensichtlichen Schwächen weiterhin die Grundlage internationaler Zusammenarbeit bildet, und wo er an seine Grenzen stößt.
In diesem Seminar beleuchten wir IOs und welchen Herausforderungen sie sich ausgesetzt sehen. Welche Rolle können/sollten IOs bei der künftigen Regulierung von KI spielen? Warum gibt es trotz vieler Bemühungen zahlreicher IOs (noch?) keine effektive globale Klimapolitik? Spielt die (fehlende?) Performanz eine Rolle, für die Legitimität einer IO? Was bedeutet Legitimität überhaupt, wenn wir von IOs sprechen? Warum delegitimieren Akteure gezielt IOs? Welche Strategien entwickeln IOs im Umgang mit diesen Herausforderungen, die viele gar als „Polykrise“ bezeichnen? Was bedeutet diese Polykrise für die jahrzehntelang bestehende liberale Weltordnung? Diesen und weiteren Fragen wird das Seminar anhand neuester empirischer Forschung in den Internationalen Beziehungen und der Politikwissenschaft nachgehen.

Das Seminar verbindet dabei theoretische Perspektiven aus den Internationalen Beziehungen mit empirischen Fallstudien. Studierende erwerben die Fähigkeit, aktuelle Entwicklungen in der Weltpolitik analytisch einzuordnen und kritisch zu reflektieren, welche Rolle IOs in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung noch spielen können.
Lernziele - Erlangen eines fundierten Verständnisses der Funktionsweise von Internationalen Organisationen (IOs)
- Vertiefung empirisch quantitativer Methodenkenntnisse
- Verbessertes Verständnis weltpolitischer Zusammenhänge und deren Bedeutung für IOs
Sprache Deutsch
Anmeldung ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten
Leistungsnachweis Referat, Essay, Aktive Teilnahme (Besuch des Seminars, wöchentliche, kurze schriftliche Kommentare, aktive Mitgestaltung der Sitzungen – oder weitere, falls gewünscht)
Abschlussform / Credits Aktive Teilnahme, Essay, Referat / 4 Credits
Hörer-/innen Ja
Kontakt philipp.bien@uni-konstanz.de
Material Wird auf OLAT publiziert
Literatur - Tallberg, J., Bäckstrand, K., & Scholte, J. A. (Eds.). (2018). Legitimacy in global governance: Sources, processes, and consequences. Oxford University Press.
- Zürn, M. (2018). A theory of global governance: Authority, legitimacy, and contestation. Oxford University Press.
- Carnegie, A., & Clark, R. (2026). Global Governance Under Fire: How International Organizations Resist the Populist Wave. Princeton University Press.
- Debre, M. J. (2025). How regional organizations sustain authoritarian rule: the dictators' club. Oxford University Press.